2021/07/07

Estuary Skirt versus Kelly Skirt, ein Donnerlüttchen und Urlaubsstart

BY kleineSchneiderin IN , , , , 3 comments

 Hallo Ihr Lieben,

zum heutigen MeMadeMittwoch zeige ich euch gleich mehrere schöne Dinge, die ich mir erst kürzlich genäht habe und ich berichte ein wenig von unserem ersten Familien-Kurzcamping-Trip.

Mit den Kindern haben wir zum Urlaubsbeginn ein wunderschönes Campingwochenende am Salemer See verbracht. Da wir noch nicht Camping-erprobt sind, waren wir vorsichtig und haben uns auf drei Tage und zwei Nächte beschränkt. Zudem haben wir auch keine entsprechende Ausrüstung, also kein Zelt und nur die Kinder haben -  und auch das erst in Vorbereitung der Reise - Schlafsäcke - bekommen, sodass wir einen Mietwohnwagen gebucht haben. "Böse Zungen" betitelte unser Unterfangen gar als "glamping", sprich glamorous camping ;-) Klar ist es im Vergleich zum Zelten Luxus beim Camping ein Bett und einen Kühlschrank zu haben, aber für die Notdurft mussten wir uns z.B. auf den Weg zum Waschhaus machen, dass aber (glücklicherweise) nur ca. 20 m entfernt lag.

Gewisse Startschwierigkeiten blieben dann dennoch nicht aus: so haben wir zunächst vergeblich versucht unsere Sitzecke in ein Bett umzubauen und mussten uns Hilfe holen, mit der es uns schließlich gelungen ist. Mit dem Wetter wurden wir sehr verwöhnt. Bei knapp 30 Grad waren wir in Badelaune und haben uns mehrmals am Tag an den verschiedenen kleinen Badestellen ins Wasser gestürzt. Abends, als sie Kinder bereits schliefen, haben wir noch lange draußen gesessen, der Musik der benachbarten Camper gelauscht und die über uns flatternden Fledermäuse beobachtet. Bei einem abendlichen Spaziergang zum Feld wurde dann noch mein Estuary Skirt abgelichtet.

Den Schnitt hatte ich schon länger auf dem Schirm. Mir gefallen die gerafften Vordeteile, die Knopfleiste und die aufgesetzten großen Taschen, durch die man den Estuary Skirt sofort erkennt.

Dann habe ich diesen schönen ockerfarbenen Baumwollstoff (mit 3 % Elasthananteil) günstig bei Karstadt gekauft mit dem Gedanken an eben diesen Rock, und zwar wollte ich ihn direkt 2 x nähen. Einen als Geburtstagsgeschenk für meine Mutter und einen für mich.

Die Größenwahl war schwierig. Gerne recherchiere ich hierzu nach Erfahrungen anderer Näherinnen, wie ein Schnitt ausfällt. Hier gab es bereits einige Anhaltspunkte dafür, dass der Rock eher weit ausfällt. Trotzdem habe ich mich auf die Maßtabelle verlassen und nach meinem Hüft- und Taillenumfang vorsichtig eine Größe 6 zugeschnitten (Taille ca. 68 cm, Hüfte ca. 93 cm), obwohl ich nach der Tabelle auch noch am Ende der Größe 4 war.

Interessant und neu für mich war, dass die Seitennähte hier links auf links zugesammengenäht wurden, sodass man die Nahtzugabe auf der rechten Seite sehen konnte. Die Nahtzugabe wird auf einer Seite zurückgeschnitten und die andere darübergelegt und umgeklappt abgesteppt.

Leider war der Rock trotz eingezogenem Gummi im hinteren Bund viel zu groß, sodass ich die Seitennähte nochmal aufgetrennt, an den vorderen Rockteilen je 1,5 cm weggenommen und hinten an jeder Seite jeweils ca. 3 cm weg genommen habe.

Die Passform hat mich schließlich nach der Anpassung absolut überzeugt.


Bei unserem Ausflug zum Feld hatten wir sogar das Glück einem Reh relativ nah zu kommen...


Den Rock für meine Mama habe ich entsprechend der Maßtabelle zunächst in Größe 18 (Taille ca. 95 cm, Po ca. 100 cm) zugeschnitten und genäht, ihn dann aber ebenfalls nochmal deutlich schmaler gemacht. Mein Mann war mein Probemodel, da das Bundmaß ähnlich ist....es war ein bisschen Glücksspiel, aber es hat funktioniert. Und ich finde er steht ihr ausgezeichnet!


Ein weiterer Sommerrock, ein alter Bekannter, ist der Kelly Skirt. Ich habe ihn aus einem dünnen Baumwollstoff genäht. Dieser Rock hat Kellerfalten, eine durchgehende Knopfleiste, seitliche Eingrifftaschen und einen schmalen Bund.

 

Ich mag auch dieses Schnittmuster, allerdings finde ich es etwas schwierig den Bund für mich optimal passend zu nähen. Das ist durch den eingezogenen Gummi beim Estuary Skirt deutlich einfacher. Der sitzt defnitiv wie er soll und kann bei Bedarf auch "mitwachsen" und bleibt dennoch bequem. Natürlich ist auch der Kelly ein toller Rock und wohl etwas schicker als der Estuary, der eher leger daherkommt. Am Ende ist es wohl eine Geschmacksfrage...


 Damit verabschiede ich mich von Euch und husche mal rüber zum heutigen MMM.

 Schnittmuster: 

Stoffe:

Verlinkt:

Me made Mittwoch 

 

 

2021/07/06

Sommerliche Sets

BY kleineSchneiderin IN , , , No comments

Es ist Zeit, mal wieder etwas zu zeigen, was ich für die Kinde, bzw. hier für meine Tochter genäht habe. 

Bei Etsy habe ich einen wundervollen Baumwollstoff gefunden, aus dem ich ein Geranium Dress für meine Tochter genäht habe, das hier demnächst noch zeigen werde. Ein wenig vom Stoff hatte ich noch übrig. Genau soviel, dass es noch für eine Potzblitz gereicht hat! Was für ein Glück! 🙂

Aus den kurzen Hosen vom letzten Jahr ist sie rausgewachsen (hier ist es inzwischen schon Gr. 140). Die werden aber für den kleinen Bruder aufgehoben, dem sie bestimmt nächstes Jahr passen werden... 

Dazu habe ich ihr ein Rüschenshirt Merry genäht, aus Viskosejersey. Damit hatte ich schonmal gute Erfahrung gemacht. Der Stoff ist so fließend leicht und die Rüschen fallen so schön. 


Bei der Potzblitz habe ich hier mal die runden Taschen ausprobiert und die Eingriffe ebenfalls mit Schrägband eingefasst. 


Und weil dieses Set so schön aussah und ich die Schnitte frisch gedruckt und zugeschnitten liegen hatte, bin ich direkt Wiederholungstäterin geworden. Das ist ja praktisch, wenn man schon mal dabei ist... Verwendet habe ich ausschließlich Reste, was mich sehr gefreut hat. 

Der Cordstoff ist der verbliebene Rest meiner Frollein Kluntje und vielleicht kommt euch der Viskosestoff auch bekannt vor? Daraus hatte ich mir mal eine Rosa genäht und das ist schon ganz schön lange her. Viel länger hätte ich den Rest nicht liegen lassen dürfen. Dann hätte ich meiner Tochter nichts mehr daraus nähen können, es hat so schon gerade noch gereicht. 

...

So ist sie für sommerliche Tage gewappnet. 


Schnittmuster:

  • Potzblitz von Rabaukowitsch
  • Rüschenshirt Merry von kullaloo

Stoffe:

  • Rest vom Bio Cord cappucino von C. Pauli
  • Viskosejersey aus meiner Restekiste
  • Baumwollstoff, gefunden bei etsy

Verlinkt: 

2021/06/12

Das Zuckerstück: Frollein Kluntje

BY kleineSchneiderin IN , , , , , No comments

Hallo Ihr Lieben,

wer braucht noch eine schöne Sommerhose? Ich hätte da einen heißen Tipp für Euch...ganz neu auf dem Schnittmustermarkt erschienen ist "Frollein Kluntje" (plattdeutsch für Kandiszuckerstück) von Rabaukowitsch.

Der Schnitt ist für Webware geeignet, am besten mit einem kleinen Elasthan-Anteil. Im Probenähen hat sich hier besonders Cord sehr bewährt. Aber auch Leinen, leichte Jeansstoffe oder Baumwollstoffe machen sich gut.

Dieses Beispiel ist aus einem Baumwoll/Leinen-Mischgewebe, das eine gröbere Struktur hat, aber leicht ist und sich angenehm trägt.

 


Besonderheit bei Frollein Kluntje ist die asymmetrische Passe auf der Rückseite und die einseitige Tasche, bei der man bei Bedarf noch eine kleine Schlaufe mit Knopf anbringen kann...

 Besonders schön finde ich auch den Verschluss mittels einer Knopfleiste.

In den hinteren Teil des Bundes wird ein Gummi eingezogen, der für eine optimale Passform sorgt.
 
 

Wer mag kann durch die Teilung (im Vorderteil gibt es über die Knieteilung noch Abnäher) vorne und auch hinten verschiedene Stoffe miteinander kombinieren.

Es gibt verschiedene Abschlüsse für den Saum: einfach offener Saum, Einzug eines Gummis oder - was ich besonders hübsch finde - mit einem angenähten Saum und optionalem Riegel. Dafür wird die Hose unten in Falten gelegt. Ein extra zugeschnittener Saum, wird im Prinzip wie ein Bündchen angenäht und anschließend kann noch ein Riegel angebracht werden, der die Hose unten noch einen Tick enger macht. Auerdem bietet sich die Möglichkeit noch einen hübschen Knopf zu platzieren.


Die Hose lässt sich in verschiedenen Längen nähen: lang, kurz und 7/8.

Ein kurzes-Hosen-Beispiel seht ihr hier: 

Hierfür habe ich einen Tencelrest vernäht. Meine Tochter hat ebenfalls eine Hose aus diesem Stoff bekommen (hier), die mir so gut gefallen hat, dass ich mich gefreut habe, dass der Rest noch für eine kurze Kluntje gereicht hat.

Das Oberteil, ein "Donnerlüttchen, stammt übrigens ebenfalls aus dem Rabennest. Ich habe es hier zum ersten Mal und extra als Kombipartner für die Hose genäht.


Die kurze Hose hat einen Umschlagsaum und wenn gewünscht, können auch hier Riegel angenäht werden.


 

Oben habe ich erwähnt, dass sich besonders Cord gut eignet. Als Cordliebhaberin habe ich mir sogar zwei Cord-Kluntjes genäht (eine davon war die Probehose), die ich demnächt hier zeigen werde.

Ich freu mich also, wenn ihr nochmal vorbeischaut!

Bis bald! :-)

 

Wer mag, kann sich gerne noch bei den wunderschönen Designbeispielen umschauen und inspirieren lassen: hier entlang

 

*der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt

 

Schnittmuster: Frollein Kluntje von Rabaukowitsch*

Stoff: 

 



2021/05/18

Rabatz und Remmidemmi geht auch in groß...

BY kleineSchneiderin IN , , , , , , , , 4 comments

Beim letzten Rabaukowitsch-Probenähen gab es einige forsche Damen, die die Schnitte, welche eigentlich in erster Linie Kinderschnitte sind, für sich selbst genäht haben. Nunja, ich will nicht lange drum herum reden... auch ich gehörte dazu ;-) Es hat eben auch seine Vorzüge klein zu sein.

Zuerst versuchte ich mich an einem sportlichen Set in anthrazit-rost:

 

Ich habe beides in Größe 164 genäht (bin ja nur 158 cm groß). Die Hose ist aus einem leichten Webwarestoff, der ganz leicht querelastisch ist. Zudem sorgen die Seitenstreifen aus French Terry für eine gewisse Dehnbarkeit. Dadurch sitzt die Hose gut und ist durch den Bund mit eingezogenem Gummi auch sehr bequem.

Die Knieabnäher befinden sich bei der finalen Version übrigens noch einen Tick weiter unten.

Mir hat es aber besonders Rabatz, also die dazugehörige Jacke, angetan! Mit Stehkragen, vorderer Teilung und den Seitenstreifen ist diese der sportliche Partner der Remmidemmi. Die Taschen sind ebenfalls ein schöner Hingucker. Für die Paspel habe ich einen Streifen aus Bündchenstoff verwendet.


Die Teilung hinten macht auch was her...


Bei diesem Set, sollte es nicht bleiben. Zwar lässt sich die Jacke auch gut mit anderen Kleidungsstücken kombinieren und ist für mich auch alltagstauglich. Die obige Hose sieht aber eben doch sehr nach Sport aus. Es reizte mich mir eine Kombi für jeden Tag nähen.

So kommt es, dass beide Teile eher schlicht daher kommen:

Die Hose ist somit komplett, einschließlich der Streifen, aus dünner Webware. Ich habe leider nicht bedacht, dass die erste Hose - im Unterschied zu dieser - in der Weite doch leicht dehnbar ist. Sonst hätte ich hier in der Weite besser Größe 170 gewählt, da ich mit dem Popoumfang am Ende der Größe 164 bin. Naja, viel Spielraum ist nicht und beim Fahrrad fahren, spannt sie etwas an den Oberschenkeln. Ich werde sehen, ob sie dennoch einen Platz bei mir findet, oder ob ich sie wohlmöglich für meine Tochter auseinandernehme...ist zwar schade, aber ich nähe ja damit am Ende tragbare Kleidung entsteht.

Umso mehr freue ich mich aber über die Rabatz aus dunkelblauem Nicki, die sich wunderbar in meine übrige Kleidung einfügt und bereits zu einem echten Lieblingsteil geworden ist.


Macht`s gut! Bis bald!

*die Schnittmuster wurden mir im Rahmen des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt

 

Schnittmuster: Rabatz und Remmidemmi von Rabaukowitsch* (Gr. 164 in der Länge auf 158 gekürzt)

Stoffe:

1. Set: Jacke: French Terry "brushed scratch cognac" von Kattun, Kombistoff anthrazitfarbener French Terry aus dem örtlichen Stoffladen, Hose: Webware von Karstadt

2. Set: Nicki aus dem örtlichen Stoffladen, für die Streifen French Terry "denim look brown" von Kattun, Hose: Baumwoll Chambray Denim washed von Elsbeth und ich

Verlinkt: 


2021/04/24

Mehr Rabatz und Remmidemmi

BY kleineSchneiderin IN , , , , No comments

Natürlich sollte auch mein Jüngster beim Probenähen nicht leer ausgehen! Ganz besonders, da auch er langsam aber sicher immer mehr seiner Kleidung entwächst. Vor allem bei den Hosen haben wir noch Bedarf. Wie oft höre ich morgens: " Mama, wo ist eine Hose?", nachdem leider fast alle auf dem Wäscheständer hängen...und die alte Latzhose der großen Schwester verschmäht er, da er hierbei nach dem Toilettengang beim Zuknöpfen der Träger Hilfe bräuchte...


Bei der Größenwahl habe ich hin- und herüberlegt. Mit aktuell 110  cm ist er ganz am Ende der Größe 110 bzw. steht fast am Anfang der 116. Gestartet habe ich das Probenähen mit einer Rabatz in 110, die gut sitzt.

Die Ärmelstreifen und die Streifen vorne habe ich mit Schrägband eingefasst. Hierbei habe ich es mir durch die Wahl eines sehr schmalen Schrägbandes (1 cm) unnötig schwer gemacht; das würde ich euch also nicht empfehlen, aber das üblicherweise verwendete Schrägband hat ja meist 2 cm. Nicht nur das Annähen selbst ist schwerer, sondern man muss auch bedenken, dass man am Halsbereich weniger Nahtzugabe wegnäht und im Bereich der Ärmel entsprechend weniger Nahtzugabe zuschneiden. Das habe ich nicht gemacht und mich schließlich gewundert, warum der Kragen zu kurz war...Gelöst hab ich das Problem schließlich indem ich den Kragen nochmal etwas breiter zugeschnitten habe. Dennoch war es für mich wichtig zu wissen, woran es lag, dass es an der Stelle nicht passte.

Darunter trägt er übrigens das Findus-Shirt, das ich ihm bereits vor 2 Jahren genäht habe (hier der Link zum damaligen Beitrag)! Es lag einfach noch ganz lange in seiner Kommode ganz unten (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt) und als ich kürzlich zu klein gewordene Sachen aussortiert habe, fiel es ihm ins Auge...In der Weite und Gesamtlänge passt es tatsächlich noch gut, nur die Ärmel sind inzwischen natürlich etwas zu kurz - ich plane Bündchen daran zu nähen. Und da er das Findus-Oberteil nun verspätet und für mich völlig unerwartet so lieb gewonnen hat, plane ich noch das damals meiner Tochter genähte Kleid für ihn zum Shirt umzufunktionieren. Da war sie etwas älter als er jetzt, sodass ihm das Oberteil noch eine Weile gut passen dürfte.

Die Dino-Rabatz gehört jedenfalls zu seinem neuen Lieblingsbasic, das er nahezu nicht mehr ausziehen will! Welcher 5-jährige mag auch keine Dinsosaurier? :-)

Die folgende Rabatz habe ich dennoch eine Größe größer, in 116 genäht. Dementsprechend weiter fällt sie (ein guter Vergleich, für diejenigen, die bei der Größenwahl unsicher sind), aber ich mag diesen lockeren luftigen Fall. Zudem hat die Jacke auch noch genug Platz für ein Langarmshirt darunter und sie wird noch eine Weile passen. Das freut mich bei dem schönen Stoff besonders, den ich bei Kattun Stoffe gefunden habe. Hier habe ich mich für die Variante mit Kapuze entschieden.

 

Bei der Teilung oben habe ich ein wenig rumprobiert und statt des Musterstoffs den unifarbenen roten Sweat verwendet, aus dem auch die Außenkapuze und die Taschen sind. Die Auswahl und Anordnung der Stoffe macht echt Spaß, aber sich zu entscheiden ist manchmal gar nicht so einfach.


Zur Rabatz ist auch eine passende Remmidemmi Hose entschieden, ebenfalls in Größe 116. Hierfür habe ich Cord vernäht. Ich mag Cord einfach gerne: er ist robust und sieht gut aus.

Ursprünglich hatte ich geplant die ganze Hose aus dem Stoff der Streifen, einem rostfarbenem Bambus-Hosenstoff von Elsbeth und Ich zu nähen. In meinem Kopf passte das wunderbar zur Jacke. Doch ich habe mir den Stoff irgendwie fester vorgestellt. So ist das beim Stoffe bestellen im Internet...tatsächlich ist dieser Stoff sehr weich und fällt fließend. Ausgewiesen ist er jedoch als Hosenstoff. Nur hätte ich bei einer Kinderhose nicht viel Freude daran. Das erste Loch würde nicht lange auf sich warten lassen. So habe ich mich auf die Streifen und Taschen beschränkt. Mal sehen, wofür ich den Stoff stattdessen verwende...

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig inspirieren. Habt ein schönes Wochenende und bis bald!



*Die Schnittmuster wurden mir im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt

Schnittmuster: Rabatz und Remmidemmi von Rabaukowitsch*

Stoff: 

Verlinkt: Kiddikram

 

 

2021/04/21

Rabatz & Remmidemmi

BY kleineSchneiderin IN , , , , , , No comments

Jetzt habe ich hier aber lange nichts mehr von mir hören lassen. Da ist das gerade beendete Probenähen von Rabaukowitsch doch der richtige Anlass für einen neuen Beitrag! So geht es quasi nahtlos weiter... :-)

Rabatz und Remmidemmi, so lauten die beiden neuen Schnittmuster aus dem Rabennest. Ein sportliches Duo, das perfekt als Set zusammenpasst. So finden sich in beiden die Seitenstreifen wieder, die man je nach Wunsch auch mit Schrägband einfassen kann. Die Schnitte gibt es entweder im Doppelpack, aber auch einzeln können sie erworben werden - und das in den - haltet euch fest! - Größen 80 - 134 und 140 - 170!

Rabatz (die Jacke) fällt lässig und bietet noch genug Platz für ein Shirt darunter. Sie hat sportliche Seitenstreifen auf den Ärmeln sowie Streifen vorne und außerdem raffiniert geformte Seitentaschen. Im Rücken gibt es die Möglichkeit einer weiteren Teilung. Hierdurch lassen sich gut Stoffreste verarbeiten. Geschlossen wird die Jacke mit einem Reißverschluss, innen gibt es einen Beleg. Ärmel und Saum schließen mit einem Bündchen ab. Man hat die Wahl zwischen Kragen, Kapuze oder Bündchen. 

Im folgenden Beispiel habe ich meiner Tochter eine Rabatz mit Kragen in Größe 140 mit einer 134 in der Länge genäht. Die Hose (Remmidemmi) ist komplett in Größe 134 ohne Anpassungen genäht.

 

Für die Jacke habe ich einen FrenchTerry vernäht, den ich bei Kattun-Stoffe gekauft habe. Das Blumenmuster ist einfach wunderschön. Die Seitenstreifen und Streifen vorne auf der Jacke sind aus dem Hosenstoff, einem (dehnbaren) Cordsweat von Lebenskleidung. Die Streifen habe ich mit Baumwollschrägband eingefasst und aufgenäht. Farblich passendes Bündchen für den Saum und die Ärmel hatte ich sogar noch zu Hause.

Die Hose kann sowohl aus Sweat (so wie hier), als auch aus Webware genäht werden. Gleiches gilt für die Stoffwahl der Streifen. Hier habe ich einen Sommersweat (ebenfalls von Kattun) verwendet. Auf ein Einfassen der Streifen habe ich hier verzichtet und mag auch diese eingenähte und abgesteppte Optik sehr gern! Hingucker bei der Hose ist die rückwärtige Passe mit darunter liegenden Tasche auf nur einer Seite. 

 

Schick und sportlich zugleich finde ich das Outfit meiner Tochter. Tauglich nicht nur als Sportkleidung, sondern vielmehr alltagstauglich!

Das gleiche würde ich auch vom nächsten Set behaupten: Rabatz lässt sich nämlich nicht nur als Jacke, sondern auch als Pullover nähen! Tatsächlich ist das Nähen der vorderen Streifen dieser Version durch die Spitze, zumindest für den Fall, dass diese mit Schrägband eingefasst werden, nochmal eine besondere Herausforderung. Etwas leichter ist es, wenn man auf ein Einfassen verzichtet.

Ihr seht, Rabatz macht auch - oder vielleicht besonders?! - mit unifarbenem Stoff eine gute Figur! Für die Streifen habe ich einen Rest Flanell verwendet, der geradeso für die Kombi gereicht hat.

Die Hose ist in diesem Fall aus Webware, einem ganz weichen Tencelstoff, den ich vor langer Zeit mal auf dem Stoffmarkt gekauft habe. Hier endet sie unten mit Bündchen. Beim Bund, habe ich - wie auch bei der ersten Hose - ein Gummi eingezogen. Es gibt aber auch hier die Möglichkeit ein Bündchen zu verwenden.

Demnächst zeige ich euch gerne auch noch die Teile, die ich für meinen Sohn genäht habe. Also schaut gerne mal wieder vorbei! 

Und wer sich weiter inspirieren lassen möchte, dem lege ich die wunderbaren Designbeispiele ans Herz, die ihr hier findet:

https://www.rabaukowitsch.de/designbeispiele/rabatz-und-remmidemmi/


 *das Schnittmuster wurde mir im Rahmen des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt

Schnittmuster: Rabatz und Remmidemmi von Rabaukowitsch*

Stoffe: 

Verlinkt: Kiddikram


2020/10/26

3 in 1 Zip in Jacke

BY kleineSchneiderin IN , , , No comments

Bereits während des Slowfashioncontests habe ich parallel am Projekt 3 in 1 Jace gewerkelt. Es handelt sich um die Zip-In-Jackenerweiterung von Rabaukowitsch. Als Grundschnitt habe ich die Winterwoold in Größe 134 genäht. Den Schnitt habe ich letztes Jahr schon einmal aus Softshell, gefüttert mit Baumwollfleece, genäht (siehe hier), quasi die Jacke für wirklich kaltes Wetter, welche auch jetzt noch passt. 

Tatsächlich fehlte hier aber eine Jacke für den Übergang, für mildere Temperaturen. Die leicht gefütterte Softshell-Jumi von vor 1,5 Jahren (siehe hier) sitzt inzwischen vor allem an den Armen knapp. Zudem lockte mich die Herausforderung...und natürlich die Aussicht auf eine fast Ganzjahresjacke durch die Option des Einzippens der Zip-In-Jacke.

Für die Außenjacke habe ich aufgrund meiner guten Erfahrungen meines Dunnerkiels einen Dry Oilskin verwendet. Der Futterstoff ist übrigens exakt der gleiche, wie der meines Dunnerkiels, nur von der anderen Seite vernäht. Die Zip-In-Jacke ist aus einem Bio Baumwollfleece.



Dieses Mal habe ich die Jacke mit aufgesetzten Taschen, anstatt von seitlichen Eingrifftaschen sowie mit einem innerem (statt äußerem) Windfang genäht.

 

Außerdem habe ich mich an dem Tunnel im unteren Saumbeleg versucht, in den für eine mögliche Größenverstellung in der Weite eine elastische Kordel eingezogen wird. An dieser Stelle bin ich fast verzweifelt, habe aber in der Raben-Facebookgruppe ganz tolle Hilfe erhalten.

Eine weitere Hürde waren die Zip-In-Belege: der Reißverschluss der Zip-In Jacke und der weitere Reißverschluss in der Hauptjacke, der unter dem Beleg verschwindet und in welchen die Zip In reingezippt wird, müssen die gleiche Länge haben bzw. ggf. auf die gleiche Länge gekürzt werden. Die Belege werden vor dem ZUsammennähen und Verstürzen von Außen- und Futterjacke zwischen die Lagen gesteckt.

Die Zip-In-Jacke wollte ich statt einer Kapuze nur mit einem Kragen versehen. 

An der Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass die Erweiterung "Rinjezippt" für die Zip-In-Jacke kein eigenes Schnittmuster als solches beinhaltet. In der Anleitung ist beschrieben, dass quasi der gleiche Jackenschnitt wie die Außenjacke verwendet wird - und wie dieser zum einen etwa eine Größe kürzer und in der Weite schmaler zugeschnitten wird. 

Hier habe ich offenbar zunächst vermasselt, den Kragen ebenfalls etwas schmaler zuzuschneiden. Da mir der Fehler aber erst nach dem Zusammenähen der Zip-In Jacke und dem Einfassen mit Schrägband aufgefallen ist, habe ich das Schrägband an dieser Stelle und den Kragen nochmals abgetrennt. Vermutlich hätte ich noch etwas mehr an Weite wegnehmen sollen als die jeweils 3 cm pro Seite, denn wenn die Jacken ineinanderliegen, wellt sich der Kragen noch immer leicht, aber immerhin längst nicht mehr so sehr, wie zuvor.


 Der Vollständigkeit halber zeige ich noch die dazu genähte Pfiffikus aus Cord, nach der aktuellen Reißverschluss-Erweiterung und mit den einfachen Eingrifftaschen. Dazu habe ich eine Merry ohne Teilung und ohne Rüschen genäht.



 

 

Schnittmuster:

  • Jacke: Winterwoold mit Zip In Erweiterung von Rabaukowitsch 
  • Hose: Pfiffikus von Rabaukowitsch mit Reißverschluss-Erweiterung
  • Oberteil: Rüschenshirt Merry von Kullaloo

Stoffe:

  • Jacke: außen- Dry Oilskin von Merchant and Mills, innen- Wollstoff von Zuleeg
  • Hose: Cord
  • Shirt: Viskosejersey von Karstadt

Verlinkt: