2021/04/24

Mehr Rabatz und Remmidemmi

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Natürlich sollte auch mein Jüngster beim Probenähen nicht leer ausgehen! Ganz besonders, da auch er langsam aber sicher immer mehr seiner Kleidung entwächst. Vor allem bei den Hosen haben wir noch Bedarf. Wie oft höre ich morgens: " Mama, wo ist eine Hose?", nachdem leider fast alle auf dem Wäscheständer hängen...und die alte Latzhose der großen Schwester verschmäht er, da er hierbei nach dem Toilettengang beim Zuknöpfen der Träger Hilfe bräuchte...


Bei der Größenwahl habe ich hin- und herüberlegt. Mit aktuell 110  cm ist er ganz am Ende der Größe 110 bzw. steht fast am Anfang der 116. Gestartet habe ich das Probenähen mit einer Rabatz in 110, die gut sitzt.

Die Ärmelstreifen und die Streifen vorne habe ich mit Schrägband eingefasst. Hierbei habe ich es mir durch die Wahl eines sehr schmalen Schrägbandes (1 cm) unnötig schwer gemacht; das würde ich euch also nicht empfehlen, aber das üblicherweise verwendete Schrägband hat ja meist 2 cm. Nicht nur das Annähen selbst ist schwerer, sondern man muss auch bedenken, dass man am Halsbereich weniger Nahtzugabe wegnäht und im Bereich der Ärmel entsprechend weniger Nahtzugabe zuschneiden. Das habe ich nicht gemacht und mich schließlich gewundert, warum der Kragen zu kurz war...Gelöst hab ich das Problem schließlich indem ich den Kragen nochmal etwas breiter zugeschnitten habe. Dennoch war es für mich wichtig zu wissen, woran es lag, dass es an der Stelle nicht passte.

Darunter trägt er übrigens das Findus-Shirt, das ich ihm bereits vor 2 Jahren genäht habe (hier der Link zum damaligen Beitrag)! Es lag einfach noch ganz lange in seiner Kommode ganz unten (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt) und als ich kürzlich zu klein gewordene Sachen aussortiert habe, fiel es ihm ins Auge...In der Weite und Gesamtlänge passt es tatsächlich noch gut, nur die Ärmel sind inzwischen natürlich etwas zu kurz - ich plane Bündchen daran zu nähen. Und da er das Findus-Oberteil nun verspätet und für mich völlig unerwartet so lieb gewonnen hat, plane ich noch das damals meiner Tochter genähte Kleid für ihn zum Shirt umzufunktionieren. Da war sie etwas älter als er jetzt, sodass ihm das Oberteil noch eine Weile gut passen dürfte.

Die Dino-Rabatz gehört jedenfalls zu seinem neuen Lieblingsbasic, das er nahezu nicht mehr ausziehen will! Welcher 5-jährige mag auch keine Dinsosaurier? :-)

Die folgende Rabatz habe ich dennoch eine Größe größer, in 116 genäht. Dementsprechend weiter fällt sie (ein guter Vergleich, für diejenigen, die bei der Größenwahl unsicher sind), aber ich mag diesen lockeren luftigen Fall. Zudem hat die Jacke auch noch genug Platz für ein Langarmshirt darunter und sie wird noch eine Weile passen. Das freut mich bei dem schönen Stoff besonders, den ich bei Kattun Stoffe gefunden habe. Hier habe ich mich für die Variante mit Kapuze entschieden.

 

Bei der Teilung oben habe ich ein wenig rumprobiert und statt des Musterstoffs den unifarbenen roten Sweat verwendet, aus dem auch die Außenkapuze und die Taschen sind. Die Auswahl und Anordnung der Stoffe macht echt Spaß, aber sich zu entscheiden ist manchmal gar nicht so einfach.


Zur Rabatz ist auch eine passende Remmidemmi Hose entschieden, ebenfalls in Größe 116. Hierfür habe ich Cord vernäht. Ich mag Cord einfach gerne: er ist robust und sieht gut aus.

Ursprünglich hatte ich geplant die ganze Hose aus dem Stoff der Streifen, einem rostfarbenem Bambus-Hosenstoff von Elsbeth und Ich zu nähen. In meinem Kopf passte das wunderbar zur Jacke. Doch ich habe mir den Stoff irgendwie fester vorgestellt. So ist das beim Stoffe bestellen im Internet...tatsächlich ist dieser Stoff sehr weich und fällt fließend. Ausgewiesen ist er jedoch als Hosenstoff. Nur hätte ich bei einer Kinderhose nicht viel Freude daran. Das erste Loch würde nicht lange auf sich warten lassen. So habe ich mich auf die Streifen und Taschen beschränkt. Mal sehen, wofür ich den Stoff stattdessen verwende...

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig inspirieren. Habt ein schönes Wochenende und bis bald!



*Die Schnittmuster wurden mir im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt

Schnittmuster: Rabatz und Remmidemmi von Rabaukowitsch*

Stoff: 

Verlinkt: Kiddikram

 

 

2021/04/21

Rabatz & Remmidemmi

BY kleineSchneiderin IN , , , , , , No comments

Jetzt habe ich hier aber lange nichts mehr von mir hören lassen. Da ist das gerade beendete Probenähen von Rabaukowitsch doch der richtige Anlass für einen neuen Beitrag! So geht es quasi nahtlos weiter... :-)

Rabatz und Remmidemmi, so lauten die beiden neuen Schnittmuster aus dem Rabennest. Ein sportliches Duo, das perfekt als Set zusammenpasst. So finden sich in beiden die Seitenstreifen wieder, die man je nach Wunsch auch mit Schrägband einfassen kann. Die Schnitte gibt es entweder im Doppelpack, aber auch einzeln können sie erworben werden - und das in den - haltet euch fest! - Größen 80 - 134 und 140 - 170!

Rabatz (die Jacke) fällt lässig und bietet noch genug Platz für ein Shirt darunter. Sie hat sportliche Seitenstreifen auf den Ärmeln sowie Streifen vorne und außerdem raffiniert geformte Seitentaschen. Im Rücken gibt es die Möglichkeit einer weiteren Teilung. Hierdurch lassen sich gut Stoffreste verarbeiten. Geschlossen wird die Jacke mit einem Reißverschluss, innen gibt es einen Beleg. Ärmel und Saum schließen mit einem Bündchen ab. Man hat die Wahl zwischen Kragen, Kapuze oder Bündchen. 

Im folgenden Beispiel habe ich meiner Tochter eine Rabatz mit Kragen in Größe 140 mit einer 134 in der Länge genäht. Die Hose (Remmidemmi) ist komplett in Größe 134 ohne Anpassungen genäht.

 

Für die Jacke habe ich einen FrenchTerry vernäht, den ich bei Kattun-Stoffe gekauft habe. Das Blumenmuster ist einfach wunderschön. Die Seitenstreifen und Streifen vorne auf der Jacke sind aus dem Hosenstoff, einem (dehnbaren) Cordsweat von Lebenskleidung. Die Streifen habe ich mit Baumwollschrägband eingefasst und aufgenäht. Farblich passendes Bündchen für den Saum und die Ärmel hatte ich sogar noch zu Hause.

Die Hose kann sowohl aus Sweat (so wie hier), als auch aus Webware genäht werden. Gleiches gilt für die Stoffwahl der Streifen. Hier habe ich einen Sommersweat (ebenfalls von Kattun) verwendet. Auf ein Einfassen der Streifen habe ich hier verzichtet und mag auch diese eingenähte und abgesteppte Optik sehr gern! Hingucker bei der Hose ist die rückwärtige Passe mit darunter liegenden Tasche auf nur einer Seite. 

 

Schick und sportlich zugleich finde ich das Outfit meiner Tochter. Tauglich nicht nur als Sportkleidung, sondern vielmehr alltagstauglich!

Das gleiche würde ich auch vom nächsten Set behaupten: Rabatz lässt sich nämlich nicht nur als Jacke, sondern auch als Pullover nähen! Tatsächlich ist das Nähen der vorderen Streifen dieser Version durch die Spitze, zumindest für den Fall, dass diese mit Schrägband eingefasst werden, nochmal eine besondere Herausforderung. Etwas leichter ist es, wenn man auf ein Einfassen verzichtet.

Ihr seht, Rabatz macht auch - oder vielleicht besonders?! - mit unifarbenem Stoff eine gute Figur! Für die Streifen habe ich einen Rest Flanell verwendet, der geradeso für die Kombi gereicht hat.

Die Hose ist in diesem Fall aus Webware, einem ganz weichen Tencelstoff, den ich vor langer Zeit mal auf dem Stoffmarkt gekauft habe. Hier endet sie unten mit Bündchen. Beim Bund, habe ich - wie auch bei der ersten Hose - ein Gummi eingezogen. Es gibt aber auch hier die Möglichkeit ein Bündchen zu verwenden.

Demnächst zeige ich euch gerne auch noch die Teile, die ich für meinen Sohn genäht habe. Also schaut gerne mal wieder vorbei! 

Und wer sich weiter inspirieren lassen möchte, dem lege ich die wunderbaren Designbeispiele ans Herz, die ihr hier findet:

https://www.rabaukowitsch.de/designbeispiele/rabatz-und-remmidemmi/


 *das Schnittmuster wurde mir im Rahmen des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt

Schnittmuster: Rabatz und Remmidemmi von Rabaukowitsch*

Stoffe: 

Verlinkt: Kiddikram


2020/10/26

3 in 1 Zip in Jacke

BY kleineSchneiderin IN , , , No comments

Bereits während des Slowfashioncontests habe ich parallel am Projekt 3 in 1 Jace gewerkelt. Es handelt sich um die Zip-In-Jackenerweiterung von Rabaukowitsch. Als Grundschnitt habe ich die Winterwoold in Größe 134 genäht. Den Schnitt habe ich letztes Jahr schon einmal aus Softshell, gefüttert mit Baumwollfleece, genäht (siehe hier), quasi die Jacke für wirklich kaltes Wetter, welche auch jetzt noch passt. 

Tatsächlich fehlte hier aber eine Jacke für den Übergang, für mildere Temperaturen. Die leicht gefütterte Softshell-Jumi von vor 1,5 Jahren (siehe hier) sitzt inzwischen vor allem an den Armen knapp. Zudem lockte mich die Herausforderung...und natürlich die Aussicht auf eine fast Ganzjahresjacke durch die Option des Einzippens der Zip-In-Jacke.

Für die Außenjacke habe ich aufgrund meiner guten Erfahrungen meines Dunnerkiels einen Dry Oilskin verwendet. Der Futterstoff ist übrigens exakt der gleiche, wie der meines Dunnerkiels, nur von der anderen Seite vernäht. Die Zip-In-Jacke ist aus einem Bio Baumwollfleece.



Dieses Mal habe ich die Jacke mit aufgesetzten Taschen, anstatt von seitlichen Eingrifftaschen sowie mit einem innerem (statt äußerem) Windfang genäht.

 

Außerdem habe ich mich an dem Tunnel im unteren Saumbeleg versucht, in den für eine mögliche Größenverstellung in der Weite eine elastische Kordel eingezogen wird. An dieser Stelle bin ich fast verzweifelt, habe aber in der Raben-Facebookgruppe ganz tolle Hilfe erhalten.

Eine weitere Hürde waren die Zip-In-Belege: der Reißverschluss der Zip-In Jacke und der weitere Reißverschluss in der Hauptjacke, der unter dem Beleg verschwindet und in welchen die Zip In reingezippt wird, müssen die gleiche Länge haben bzw. ggf. auf die gleiche Länge gekürzt werden. Die Belege werden vor dem ZUsammennähen und Verstürzen von Außen- und Futterjacke zwischen die Lagen gesteckt.

Die Zip-In-Jacke wollte ich statt einer Kapuze nur mit einem Kragen versehen. 

An der Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass die Erweiterung "Rinjezippt" für die Zip-In-Jacke kein eigenes Schnittmuster als solches beinhaltet. In der Anleitung ist beschrieben, dass quasi der gleiche Jackenschnitt wie die Außenjacke verwendet wird - und wie dieser zum einen etwa eine Größe kürzer und in der Weite schmaler zugeschnitten wird. 

Hier habe ich offenbar zunächst vermasselt, den Kragen ebenfalls etwas schmaler zuzuschneiden. Da mir der Fehler aber erst nach dem Zusammenähen der Zip-In Jacke und dem Einfassen mit Schrägband aufgefallen ist, habe ich das Schrägband an dieser Stelle und den Kragen nochmals abgetrennt. Vermutlich hätte ich noch etwas mehr an Weite wegnehmen sollen als die jeweils 3 cm pro Seite, denn wenn die Jacken ineinanderliegen, wellt sich der Kragen noch immer leicht, aber immerhin längst nicht mehr so sehr, wie zuvor.


 Der Vollständigkeit halber zeige ich noch die dazu genähte Pfiffikus aus Cord, nach der aktuellen Reißverschluss-Erweiterung und mit den einfachen Eingrifftaschen. Dazu habe ich eine Merry ohne Teilung und ohne Rüschen genäht.



 

 

Schnittmuster:

  • Jacke: Winterwoold mit Zip In Erweiterung von Rabaukowitsch 
  • Hose: Pfiffikus von Rabaukowitsch mit Reißverschluss-Erweiterung
  • Oberteil: Rüschenshirt Merry von Kullaloo

Stoffe:

  • Jacke: außen- Dry Oilskin von Merchant and Mills, innen- Wollstoff von Zuleeg
  • Hose: Cord
  • Shirt: Viskosejersey von Karstadt

Verlinkt: 

2020/10/13

Slowfashioncontest von Rabaukowitsch

BY kleineSchneiderin IN , , , 1 comment

Am Sonntag Abend war der Einsendeschluss zum diesjährigen und nunmehr dritten Slowfashioncontest von Rabauowitsch. Als Fan der Rabenschnitte war klar, dass ich teilnehmen werde. Dabei sein ist alles!

Ziel sollte es sein, im Sinne der Nachhaltigkeit ein Outfit - bestehend aus mindestens einem Rabaukowitsch-Schnitt - zu entwerfen und dieses anschließend in einer Collage aus maximal 4 Bildern zu präsentieren. Die genaue Umsetzung blieb jedem Einzelnen überlassen: sei es durch Upcycling verschlissener, aussortierter Kleidung, durch Verwendung fairer Stoffe oder der Verwendung von Stoffresten... 

 

Zudem hat Inga kostenlos ein Logo in Form eines Blatts mit Herz, das "Herzblattlogo", zur Verfügung gestellt. Dieses konnte zusätzlich ins Outfit eingearbeitet werden, z.B in Form einer Applikation, eines Plots, gestickt, gestempelt...


 Da es ein Nachhaltigkeitswettbewerb ist, sollte pro Teilnehmer auch nur ein Outfit eingereicht werden. Es ging ja gerade nicht um die Masse, sondern darum sich Zeit zu nehmen: für Stoffauswahl, genaues Nähen, liebevolle Details, die Fotos.

Ich habe mich entschieden, für meinen Sohn zu nähen. Da er nicht viele Hosen besitzt und aus einigen rausgewachsen ist oder der Stoff für Herbst/Winter zu dünn ist, sollte es in jedem Fall eine neue Pfiffikus geben. Unser liebster Hosenschnitt hat kürzlich erst eine Erweiterung um einen einfachen Hosenreißverschluss und einfache Taschen, sowie eine versteckte seitliche Reißverschlusstasche erhalten, letztere aber erst ab Gr. 116. Ich habe ihm eine Gr. 110 genäht nach der Erweiterung. Der Hosenreißverschluss war bis dahin mein Angstgegner. Mit Hilfe der Herzraben-Facebookgruppe konnte ich den Knoten in meinem Kopf lösen und meine erste Hose mit richtigem Reißverschluss nähen! Um dies zu festigen, sollte ich demnächst unbedingt direkt noch eine hinterher nähen!

 

Die Hose hat eine seitliche Vierecktasche sowie Viereckpotaschen und einfache Eingrifftaschen erhalten. Auf den Herzknopf hat der Bub bestanden. Das Herzblattlogo schmückt die andere Seite. Ich habe es aus verschiedenen Stoffen appliziert.

 

Vielleicht erkennt ihr den Hauptstoff der Hose? Ich habe ihn bereits für die Potzblitz vernäht. Nun ist er vollends aufgebraucht. Auch der Stoff für die Kniebesätze und das Taschenfutter könnte euch bekannt vorkommen, denn einen Teil des Canvas habe ich einst für den Rucksack meines Mannes verwendet. Ursprünglich hatte ich die Kniebesätze bereits mit Abnähern und Paspeln aus einem anderen Stoff vorbereitet, mich aber schließlich doch dagegen entschieden, da die mir zu unruhig erschienen.

Das zweite Kleidungsstück ist eine Drückeberga. Den Schnitt habe ich erst einmal genäht, dabei finde ich ihn grandios! Die Knopfreihe, Zipfelkapuze und die besondere Tasche sind unverkennbar! Und durch die Weite ist die Jacke auch lange tragbar. Hierfür habe ich Bio-Baumwollfleece und Bio-Sweat von Lebenskleidung vernäht. Den Fleece habe ich für ein schon länger geplantes und parallel noch andauerndes Projekt (nämlich die Zip-In-Erweiterung zur Winterwoold, also eine 3 in 1 Jacke) gekauft. Für die Drückeberga ist noch ein Teil des Stoffes abgefallen. Da der Sweat auf der linken Stoffseite herrlich kuschlig ist, habe ich mich, trotz des höheren Schwierigkeitgrades, für die teilgefütterte Variante entschieden. Das heißt, dass lediglich die Kapuze gefüttert ist. Zudem gibt es innen Belege neben dem Reißverschluss. Der Innenstoff ist ein Lillestoff-Sweat, den ich noch als Rest liegen hatte. Auch die Bündchen und die Knöpfe hatte ich zu Hause. Ich habe keine Knopflöcher genäht, sondern Schlaufen aus Jerseystreifen angebracht. Das Anbringen der Knöpfe auf der richtigen Höhe hat unerwartet viel Zeit in Anspruch genommen. Damit der Beleg auf der rechten Jackenhäfte nicht verrutscht (ich wollte von außen keine Naht haben, sodass ein Absteppen ausfiel), habe ich ihn mit Saumvlies befestigt. An der Kapuze habe ich einen Tunnel angebracht, dies ist im Schnitt so eigentlich nicht vorgesehen - hier habe ich mich von Mema alias Unbändig inspirieren lassen. Passend zur schwarz-weißen Kordel hatte ich noch Knöpfe da. 

 

Auch die Jacke sollte mit dem Logo versehen werden, nur wo? Ich fand das Bündchen eine gute Stelle und probierte mich zum ersten Mal am Sticken aus. Nun hoffe ich, dass die Stickerei auch die nächsten Wäschen überlebt!


 Das Outfit wird durch eine Kukka abgerundet. Die Mütze ist übrigens aus einem Rest des Wollstoffes, aus dem ich meinen Dunnerkiel genäht habe. Komischerweise hab ich den gleichen Fehler, den ich schon bei der ersten Kukka gemacht habe, wiederholt. Nach dem Zusammennähen des Außen- und Innenstegs befand sich die offene Kante plötzlich auf der falschen Seite? Ok, also wieder aufgetrennt und nochmal von vorn...an den Steg habe ich ein kleines Ecopell Lederstück aufgenäht, auf welches ich mit Textilkleber das Herzblattlogo, ebenfalls aus einem anderen Ecopell Leder aufgeklebt habe.

Aus den Bildern diejenigen für die Collage auszuwählen, war sehr hart. Ich habe drei Collagen gebastelt und aus denen dann dies eine ausgewählt:

 

Seit gestern und nur diese Woche gibt es in der Rabaukowitsch-Facebook-Gruppe übrigens ein Publikumsvoting. Es lohnt sich unbedingt vorbeizuschauen! Also nehmt euch die Zeit und klickt euch durchs komplette Album und verteilt fleißig Herzchen oder Daumen.



Bis bald!

 

Schnittmuster: 

  • Hose: Pfiffikus von Rabaukowitsch
  • Jacke: Drückeberga von Rabaukowitsch
  • Mütze: Kukka von Rabaukowitsch

Stoff:

  • Hose: Grasleinen Ramie Bastfaser natur in dunkelgrau, Besätze aus Canvas
  • Jacke: Bio-Baumwollfleece und Bio-Sweat von Lebenskleidung, Kaupuzenfutter: Sweat von Lillestoff
  • Kukka: Wollwebstoff-Rest, einst beim StoffmarktHolland gekauft

Verlinkt:

 

2020/10/07

Herbstzeit

BY kleineSchneiderin IN , , , , , , 5 comments

Ich mag den Herbst mit seinen bunten Farben, die goldenen Herbsttage mit noch angenehmen Temperaturen, das Rauschen der Blätter im Wind, Drachen steigen lassen (wobei wir da noch üben müssen...), die drolligen Eichhörnchen beobachten. Selbst verregnete Herbsttage, an denen man es sich drinnen gemütlich macht, gehören für mich dazu.  


Zum Einkuscheln ist auch der Cardigan, den ich mir genäht habe. Es handelt sich um den Carrie Cardigan, den ich bei Nähconnection mit der deutschen Anleitung gekauft habe. Der gemütliche Cardigan mit den weiten Ärmeln (diese Form der Ärmel wird als Dolmanärmel bezeichnet) und offener Front, fällt lässig und ist schnell übergeworfen.


Er ist auch schnell und unkompliziert genäht. Ich habe den kurzen Cardigan mit langen Ärmeln genäht. 

Dazu bzw. eigentlich schon davor entstand ein weiterer Rock Greta, dem ich verfallen bin, mit Zierknopfleiste und seitlichen Eingrifftaschen. 

Zu Greta passt perfekt Astrid, ebenfalls ein Schnittmuster von Yvonne alias Henriette Herzblut. Ein Top mit Brustabnähern und der Option einer Teilung sowie halber Knopfleiste und aufgesetzter Tasche. Außerdem enthält der Schnitt Flügelärmel. Mit diesen habe ich auch geliebäugelt, da sie im Grunde gut zu dem leichten Viskosestoff mit den Pünktchen von Atelier Brunette gepasst hätten. Zugeschnitten waren die Ärmel auch schon, aber manchmal sind Pläne dazu da über den Haufen geworfen zu werden. Im Herbst /Winter wird es nicht genug Gelegenheiten geben, das Oberteil auszuführen. So hab ich es ganz einfach gehalten, damit ich es nun als Unterhemd tragen kann... 



Das Set habe ich übrigens schon Ende August / Anfang September genäht, aber im Sinne der Entschleunigung habe ich mich entschieden, es erst heute zum MMM zu zeigen. 

Da werde ich jetzt auch mal stöbern gehen... 

Bis bald! 


Schnittmuster: 

  • Rock Greta von Henriette Herzblut
  • Top Astrid von Henriette Herzblut
  • Cardigan Carrie von Delia Creates über Nähconnection 

Stoff:

  • Rock Webware
  • Top: Viskose Atelier Brunette
  • Cardigan: 

Verlinkt:

2020/09/21

Miteinander statt gegeneinander

BY kleineSchneiderin No comments

...unter diesem Leitgedanken steht ein Gemeinschaftsprojekt von 24 Schnittmusterdesignern: "die Ebookmacher". 

In der Facebook-Gruppe gibt es wiederkehrende Aktionen wie z.B. "Näh-meinen-Schnitt", in der die Designer ein Ebook der Kollegen nähen und vorstellen, beim "Sonntagsding" wird gefachsimpelt über die Reinigung von Nähmaschinen, wie man Ordnung im Nähzimmer halten kann oder es gibt einen Austausch, wie man die Privatsphäre der Kinder im Netz schützen kann. Derzeit gibt es einen Nähcontest, an dem jeder teilnehmen kann, dessen Werk auf einem oder mehreren Schnittmustern, die aus der Feder einer der Designer der Ebookmacher stammen, beruht.

Da mach ich mit, dachte ich mir und nähte meiner Tochter ein Set aus dem Ganzjahresliebling von Lemel und einer Jill von meine Herzenswelt, beides in Größe 134.

 
Den Ganzjahresliebling habe ich in Blusenlänge (hier die Long-Version) mit niedriger Taille genäht und diese nochmals um 4 cm verlängert, da der Stoff dies hergab und ich von diesem Restschatz Hanfjersey nichts wegwerfen wollte. Bei den Ärmeln hat man wirklich die Qual der Wahl. Ich hab mich für einen geraden langen Arm mit Gummizug im Saum entschieden.


Der Ausschnitt kann mit Bündchen oder Beleg genäht oder eingefasst werden. Bei der Knopfleiste wird das Einfassen des Halsausschnitts mit einem Einfassstreifen beschrieben und wie ein Beleg genäht wird. Ich habe ein leicht auslaufendes Bündchen angenäht.

Zur Longbluse wollte ich ihr unbedingt noch eine passende Leggings nähen. Geworden ist es eine Jill von meine Herzenswelt. Diese wird eigentlich aus Sweat genäht und ist eher eine lässige Freizeithose mit Taschen und möglicher Teilung an den Knien. Da in der Beschreibung stand, dass die Hose auch aus Baumwolljersey genäht werden kann, wollte ich es versuchen. Ohne Teilung und Taschen, mit Bündchen am Saum und Bauchbund mit Gummizug. 

Wenn ihr nun auch Lust bekommen haben solltet euer Glück zu versuchen, dann solltet ihr euch sputen, denn der Contest läuft nur noch bis zum 26.09.2020 um 18:00 Uhr...
 
Vielleicht wollt ihr aber auch eher ein wenig bei den Ebookmachern stöbern und schauen, wer sich dahinter verbirgt? Ein Besuch auf deren Seite lohnt sich definitiv! 
Bis bald!


Schnittmuster: 

  • Ganzjahresliebling von Lemel design
  •  Jill von meine Herzenswelt

Stoff: 

  • Hose - Bio Jersey Leinenoptik Eukalyptus vom Stoffonkel
  • Kleid - Jersey; Hanfjersey von siebenblau

Verlinkt:

2020/09/02

Greta trifft auf Haori

BY kleineSchneiderin 10 comments

Im Urlaub haben wir die sommerlichen Temperaturen vermisst und die genähten Lillelüttchen und Potzblitze mussten im Koffer bleiben. Pünktlich zum Hamburger Schulstart kam dann die Hitzewelle, die uns gut zwei Wochen lang täglich 30 Grad bescherte...genauso plötzlich war von einem auf den anderen Tag gefühlt der Herbst da...das heutige Outfit haben wir vor eineinhalb Wochen, am (vorerst) letzten warmen Tag fotografiert. 


Genäht habe ich den Rock Greta aus einem Viskosestoff von Atelier Brunette "Moonstone", den ich bei Frau Tulpe gekauft habe. Das Reststück hat genau gereicht, außer für die Taschen, was ich aber nicht schlimm finde. Hierfür habe ich einfach einen anderen Stoff verwendet, denn auf die Nahttaschen verzichten wollte ich nicht. Ich habe mich entschieden den Rock ohne Knopfleiste zu nähen, weil Knöpfe bei dem Muster gar nicht zur Geltung kommen würden. So war Greta tatsächlich ganz flott genäht
 
 

 
Nicht ganz so schnell ging das bei der Haori Kimonojacke, obwohl der Schnitt nicht schwierig ist. Vielleicht lag es eher daran, dass ich mich bei den hochsommerlichen Temperaturen nicht recht aufraffen konnte eine Jacke zu nähen? In dieser Zeit stand die Nähmaschine hier eh ungewöhnlich lange still und hat eine kleine Sommerpause eingelegt. Das Projekt Haori ging peu a peu voran. 

Die einzig knifflige Stelle ist das Annähen des Schalkragens. Das wird ziemlich clever gemacht, sodass man keine Naht sieht und die Jacke schließlich sogar als Wendejacke getragen werden könnte.

Die Haori ist oversized geschnitten und für mich mal was ganz Neues. Ich habe die kurze Version genäht. Bei einigen habe ich gesehen, dass sie den Schalkragen halbiert haben, weil sie ihn zu wuchtig fanden. Ich habe mich an die Anleitung gehalten und den Kragen in voller Breite zugeschnitten und mag ihn auch so. Für die Innenseite des Kragens habe ich ebenfalls den Außenstoff verwendet. Auf eine Verstärkung des Kragens habe ich verzichtet, weil ich wollte, dass er locker fällt und nicht zu steif wird. 

Der Außenstoff ist ein weicher Leinenstoff von Wollen Berlin in der Farbe "graphit", den ich nachdem die ursprünglich für eines der Kinder bestellten 75 cm da waren (mehr war in dieser Farbe zu dem Zeitpunkt leider nicht verfügbar), nochmal nachbestellt habe. Der Innenstoff ist ein Popeline von C.Pauli, den ich noch im Schrank liegen hatte. 

Das Shirt ist eine Frau Vinni, die ich schon vor 2 Jahren genäht und hier gezeigt habe. 

Damit bin ich heute mal wieder beim MemadeMittwoch dabei und schon gespannt auf die anderen Spätsommerlichen oder doch schon herbstlichen Nähwerke :-)


Schnittmuster:

 Stoffe:

  • Rock: Viskose "Moonstone" von Atalier Brunette, für die Taschen: Viskose Dobby Night von Atelier Brunette
  • Shirt: Baumwoll-Voile
  • Jacke: Leinen graphite von Wollen Berlin  

Verlinkt: