2019/01/29

Räuber Set von Rabaukowitsch - Bonnie und Kleid & Pfiffikus

BY kleineSchneiderin IN , , , , , , 4 comments

Hallo Ihr Lieben,

heute zeige ich euch eine Rabaukowitsch-Kombi aus dem Hoodie "Bonnie & Kleid" und der Hose Pfiffikus. Beide Schnitte laden zum Kombinieren mit verschiedenen Stoffen und auch Materialien ein; Stoffreste lassen sich hier wunderbar verarbeiten.


Bonnie & Kleid ist ein gemütlich sitzender Pulli oder Hoodie, der auch als Kleid oder Pullunder genäht werden kann, optional mit Zipfelkapuze oder runder Kapuze oder auch mit Kragen statt Kapuze.

Es gibt zwei Taschenvarianten: zum einen die aufgesetzte Tasche und zum anderen integrierte Taschen.


Ich habe den Hoodie mit Zipfelkapuze und integrierten seitlichen Taschen genäht. Bei dem Schnitt lassen sich auch gut dehnbare und nicht dehnbare Materialien miteinander kombinieren. Das ist toll um Reste abzubauen und um schöne Akzente zu setzen.


Die Hauptstoffe sind hier der Doubleface Jacquard Norweger Bordüre von Albstoffe in Kombination mit dem Pünktchen Doubleface Jacquard, ebenfalls von Albstoffe.

Für die Kapuze und die Taschen habe ich den Breitcord Maxi Caramel von Frau Tulpe verwendet, für die seitlichen Passen einen Rest braunem Sweat vom Stoffonkel und für die Innenkapuze einen Kokka-Baumwollstoff mit blauem Fischschwarm von Frau Tulpe.



Das folgende Detailfoto mag ich besonders gerne, da es zeigt, wie die Stoffe miteinander harmonieren und jeder für sich zum Tragen kommt. Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung des dunkelblau-cremefarbenen Ringelbündchens an der Kapuze (ebenfalls von Frau Tulpe).


Ein weiteres Detail sind die mit rostfarbenem Schrägband eingefasste Tasche und Taschenpasse; zur Vorgehensweise gibt es eine Anleitung in dem Ebook. Das Schrägband habe ich mir aus einem Baumwollstoff selbst gebastelt. Da ich noch weiße Jersey-Druckknöpfe von Frau Tulpe hatte, die wunderbar passten, habe ich mich gegen Knopflöcher und schöne Holzknöpfe und stattdessen für diese entschieden.


Jetzt kommen wir zum zweiten Teil des Duos: der Pfiffikus Hose.
Bereits beim Probenähaufruf bin ich hellhörig geworden und wusste, dass ich mir diesen Schnitt kaufen werde. Es ist eine richtige Rabaukenhose für Draußenkinder. Die vielen Taschen zauberten auch direkt ein Leuchten in die Augen meiner Tochter.


Für die Hose eignet sich für den Außenstoff Webware wie zum Beispiel Cord, Canvas, Jeans, Twill oder Flanell...für die Innenstoffe (für Beleg und Taschen) sollte man zu leichterer Webware, wie leichte Baumwollstoffe oder Popeline greifen.

Die Anleitung ist super. Man muss sich allerdings erstmal einen Überblick über die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Taschen verschaffen. Hierfür ist die im Ebook enthaltene Übersicht "Was geht?" hilfreich, sowie sich die Fotos der vielen Probenäher anzuschauen.

Man hat die Wahl einer Poverstärkung, was ich bei kleineren Kindern sehr süß finde, aber bei meiner Großen habe ich befürchtet keine Begeisterungsstürme zu ernten, sodass ich mich lieber für Taschen entschieden habe. Hier hat man die Wahl zwischen einfachen oder doppelten Paspeltaschen oder "Vierecktaschen". Ich habe an dieser Stelle Vierecktaschen genäht, damit möglichst viel von dem schönen Kokka Stoff Fischschwarm aufblitzt. Seitlich der Taschen habe ich mit dunkelblauem Leder kleine Applikationen angebracht.

Außerdem habe ich seitliche Vierecktaschen genäht und eine Gummikordel mit Knopf angebracht.


Auf die Knieverstärkung wollte ich natürlich nicht verzichten. Ich habe die kniebedeckende Knieverstärkung gewählt, ohne Verlängerung bis über die Wade. Der Stoff ist übrigens wieder der Kokka Fischschwarm, diesmal die andere Seite des beidseitig bedruckten Stoffs. Eingefasst habe ich die Knieverstärker mit selbst gebasteltem Schrägband.

Darüber befindet sich auf beiden Seiten je eine weitere Tasche, diesmal eine doppelte Paspeltasche, einmal mit Krrdel und Knopf und einmal ohne.


Die Hose kann mit einfachem Gummibund genäht werden oder mit Reißverschlüssen. Na ihr wisst ja, wenn schon denn schon... :-)
Das war auch der Teil, vor dem ich am meisten Respekt hatte, denn die Taschen sind eigentlich hauptsächlich Fleißarbeit (wobei ich bei den doppelten Paspeltaschen nochmal üben sollte, dass die Paspelstreifen am Ende Stoß auf Stoß liegen). Jedenfalls ist die Anleitung zu den Reißverschlüssen sehr gut! Vielleicht sollte ich mich nach dieser Erfahrung nochmal an eine Norma Jill mit Reißverschluss wagen, denn da bin ich damals gescheitert...

Die Reißverschlüsse habe ich nicht in exakt der Länge nach der Größentabelle kaufen können, sodass ich ihn etwas kürzen musste. Die oberen Reißverschlusszähnchen habe ich nicht mit einer Zange, sondern einfach mit einer Schere abgeschnitten.

Mir fällt auf, dass ich noch ein Foto vom Bund-Beleg nachreichen sollte. Da sieht man dann auch die Stofflage unter den Reißverschlüssen, die mit einem Druckknopf geschlossen wird.


Das Nähen dieser Kombi hat einige Zeit in Anspruch genommen, aber es hat mir viel Spaß gemacht hier und dort noch ein Detail mehr anzubringen und ich bin ganz verliebt in die Kleidungsstücke und plane auch für meinen Sohn noch ein Räuberset :-)


Schnittmuster:
Stoffe:
Verlinkt: CreadienstagKiddikram + The Creative Lover

2019/01/17

Ein Lieblingsschnitt - Tuva

BY kleineSchneiderin IN , , , , , 2 comments

Hallo  Ihr Lieben,

einer meiner absoluten Schnittmuster Favoriten ist die Tuva von Kreativlabor Berlin. Es steckt zwar einiges an Arbeit dahinter und ist ganz sicher kein Projekt für einen Abend, aber es macht auch - finde ich - unglaublich Spaß zu sehen wie sich das große Ganze aus den einzelnen Schnittteilen zusammenfügt.


 Das Schnittmuster habe ich bereits im Probenähen kennengelernt und es schon mehrfach genäht. Immer die gleiche Größe, doch hier hätte ich aufgrund des Stoffes wohl zumindest an der Knopfleiste etwas mehr hinzugeben sollen. Die Stoffe aus denen ich die Tuva bisher genäht habe, waren etwas dünner und leichter.


So war ich doch ziemlich erschrocken, als ich - immerhin vor dem Nähen der Knopflöcher - beim probeweise hineinschlüpfen das Kleid vorne im Brustbereich nicht zu bekam.
Ohje! Doch glücklicherweise ist die Knopfleiste relativ breit. Hier konnte ich an jeder Seite noch genug rausholen, sodass es am Ende doch passte.

Apropos Knopflöcher...zu Weihnachten bzw. kurz danach habe ich mich mit einer neuen Nähmaschine selbst beschenkt. Nach 4 Jahren durfte meine W 6 N 1235/61 weichen. Eingezogen ist eine Brother Innovis 27 limited edition und ich bin schon jetzt total begeistert! Die ist soooo viel leiser als die alte (was für mich sehr wichtig war!) und näht dickere Stoffe oder mehrere Stofflagen ohne Probleme. Und die Knopflöcher werden so viel sauberer genäht und wie von allein. Wenn ich das doch nur früher gewusst hätte...


 Meine wintertaugliche Tuva, mit Shirt drunter, mag ich sehr! Ich hoffe die schmalere Knopfleiste hält lange, sonst muss ich mir hier noch etwas einfallen lassen! Denn zum an-und ausziehen muss ich die Knöpfe dieser Tuva wirklich jedes Mal öffnen. Bei den anderen Tuven ist so viel Platz, dass das nicht nötig ist. Diese sitzt eben "knackig" :-)


 Vernäht habe ich einen ganz tollen Stoff von Zuleeg (der letzte aus meiner Bestellung), einen Glensheck Mouliné. Der besteht aus 60% Wolle, 25% Viskose und15% Polyamid und fasst sich wunderbar weich an und fällt auch sehr schön. Der Stoff hat eine Hahnentritt Optik, die ich sehr mag. Auf dem Detailbild kann man das gut erkennen:


Schnittmuster: Tuva von Kreativlabor Berlin
Stoff: glencheck-mouline von Zuleeg
Verlinkt: Du für Dich am Donnerstag + sew la la

2019/01/10

Minna trifft auf My Hedy

BY kleineSchneiderin IN , , 1 comment

Hallo Ihr Lieben,

heute zeige ich euch meinen Rock my Hedy, nach dem Schnittmuster von Petit et Jolie. Ja, ich oute mich hiermit als absoluter my Hedy Fan :-) Außerdem habe ich mir aus einem wundervollen Zuleeg Stoff eine Strickjacke Minna von Fadenkäfer genäht.



Der My Hedy ist ja eigentlich für Sweat, also dehnbaren Stoff gedacht, aber ich habe ihn auch schon aus Cord genäht, da allerdings mit einem Bündchen! Aus einem Reststoff meines Mantels wollte ich ihn mir nun auch nochmal nähen. Diesmal aber nicht mit Bündchen, sondern mit einem seitlichen Reißverschluss.

Ich habe mir also den Bund aus gleichem Stoff und in konischer Form zugeschnitten und in eine Seitennaht einen (nahtverdeckten) Reißverschluss eingearbeitet, der an der oberen Bundkante abschließt. Das hat so mittelprächtig funktioniert...der Reißverschluss ist zwar drin, aber irgendwie ist mir das nahtverdeckte - trotz entsprechendem Füßchen - nicht gelungen. Das hatte ich schon mal beim Lotta Skirt... Vielleicht habt ihr ja den ultimativen Tipp für mich, wie es klappt? Ansonsten hilft wohl nur ausprobieren und üben, üben, üben...

 Von der Optik mag ich den Rock sehr, aber leider bleibt er nicht dort, wo er sein soll. Er rutscht nach einer gewissen Zeit nach oben und ich bin regelmäßig am "rumzuppeln". Möglicherweise ist er in der Hüfte etwas zu eng?!


Das zweite Teil, das ich euch gerne zeigen möchte ich die Minna. Auch diese habe ich bereits einmal genäht (hier) mit einem kleinen Fauxpas: damals hatte ich zu spät gesehen, dass der Stoffstreifen zum Versäubern der vorderen Kannte im Bruch zugeschnitten wird. Aber man lernt ja dazu ;-)


Dieses Mal habe ich mich für die Variante ohne Kapuze entschieden. Außerdem habe ich die längere Version genäht, diese widerum um einiges gekürzt. Zum einen, da ich nicht besonders groß bin und zum anderen weil ich finde, dass mir eine zu lange Strickjacke nicht steht bzw. staucht sie noch zusätzlich...


Den Stoff habe ich kurz vor Weihnachten bei Zuleeg bestellt. Es handelt sich um einen Woll Fil a Fil Twill mit folgender Matrialzusammensetzung: 64% Schurwolle, 13% Angora, 9% Polyamid, 8% Baumwolle, 6% Yack. Bereits auf den Produktbildern hat mich der Stoff sehr angesprochen. Und ich wurde nicht enttäuscht: der Stoff ist sehr wertig, ist griffig und schön weich. Diese Minna, die sich aufgrund der Farbe sehr gut kombinieren lässt, wird mich sicher oft begleiten.


Schnittmuster: Minna von Fadenkäfer, My Hedy von Petit et Jolie
Stoff: Wollstoff von Zuleeg für die Minna (Link) , Wollgemisch von Karstadt für den Rock
Verlinkt: Du für Dich am Donnerstag + sew la la

2019/01/08

Herrenhemd Meister Lenz

BY kleineSchneiderin IN , , 2 comments

Hallo Ihr Lieben,

wie bereits angekündigt, kommen nun nach und nach die Sachen, die ich in der Vor- und Weihnachtszeit so genäht habe. Heute zeige ich euch das Herrenhemd nach dem Schnittmuster "Meister Lenz" von Lotte und Ludwig, das ich meinem Mann zu Weihnachten genäht habe.


Es ist das erste Mal, dass ich mich an ein Herrenhemd gewagt habe. Eigentlich ein "Ding", denn mein Mann trägt das ganze Jahr über ausschließlich Hemden, nur im Winter ausnahmsweise mal einen Pulli drüber...Ich hatte ordentlich Respekt vor diesem Projekt. Nicht umsonst lag das Hemd zugeschnitten schon einige Wochen bereit bis ich endlich die Muse und den Zeitdruck hatte mich ran zu setzen...manchmal muss man sich selbst überlisten ;-P

Ich habe einen schönen aber günstigen Flanellstoff von Karstadt ausgesucht. Dann hätte es nicht ganz so arg weh getan, wenn es am Ende nicht geklappt hätte. Aber es ging alles gut! Dank der tollen Anleitung kam ich gut zurecht. Ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Hemd sieht tatsächlich aus, wie ein Kaufhemd.


Nach dem Anschauen der Fotos ist mir auch aufgefallen, dass es von Vorteil gewesen wäre das Hemd vorher nochmal zu bügeln ;-)

Meister Lenz hat alles was ein Herrenhemd braucht: eine aufgesetzte Brusttasche, einen Kragen, eine Knopfleiste und natürlich Manschetten sowie unterhalb der Rückenpasse eine dekorative Falte.


Auf alle Kragenteile habe ich, wie in der Anleitung empfohlen, Vlieseline H180 aufgebügelt damit der Kragen ausreichend Stand hat. Bei festeren Stoffen würde es laut Anleitung auch genügen jeweils ein Schnittteil des Kragens und des Kragenstegs so zu verstärken, doch ich wollte auf Nummer sicher gehen und würde es wieder so machen. Beim Zusammennähen von beiden Kragen und Kragenstegen hatte ich erst einen Knoten im Kopf, doch der wurde schließlich gelöst. Gut, dass die Schnittteile in der Anleitung unterschiedliche Farben haben. Als ich verstanden habe, dass der Kragen wie ein Sandwich zwischen den Stegen liegt, konnte es weiter gehen. Im Ebook stand dann noch, dass bei einigen Probenäherinnen der Kragen zu kurz fürs Halsloch war. Doch ich konnte erleichtert aufatmen: es passte haargenau.


Bei den Manschetten kam mir zu Gute, dass ich erst kürzlich beim Probenähen der Damenbluse Valetta von Freuleins bereits erste Erfahrungen beim Nähen von Manschetten sammeln konnte. So war das hier nicht absolutes Neuland für mich.


Insgesamt ist Meister Lenz schon ein aufwendigeres Projekt, doch für geübte oder ambitionierte Näherinnen durchaus machbar!


Schnittmuster: Meister Lenz von Lotte und Ludwig
Stoff: Flanell von Karstadt
Verlinkt: creadienstag

2019/01/02

Bellah meets Juno

BY kleineSchneiderin IN , , , , , , 8 comments

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gekommen und freue mich euch hier wieder zu sehen! Wie ich schon schrieb, ging der Weihnachtskleid Sew Along an mir vorbei. Nichtdestotrotz habe ich gerne beim MMM gestöbert und die vielen tollen Outfits bestaunt.
Und heute geht es schon direkt weiter beim Liebling 2018! Wenn ich an das vergangene "Nähjahr" denke, dann auf jeden Fall auch an den langen und heißen Sommer. Ich glaube am häufigsten habe ich den Schnitt Frau Julie von Studio Schnittreif genäht. Fast genauso oft das deutlich aufwendigere Kleid Tuva von Kreativlabor Berlin, bei dem ich meine Fertigkeiten zum Knopfloch nähen ausbauen konnte ;-) Stolz gemacht haben mich mein erster genähter Mantel nach dem Schnittmuster Windgeflüster von Nähkind sowie meine ersten selbst genähten Hosen. Auch die zum Ende des Jahres erschienene Hemdbluse Valetta von Freuleins hat mein Herz erobert. Ein ganz besonderer Moment war für mich außerdem die Kooperation mit Kreativlabor Berlin und Siebenblau zum Thema Nachhaltigkeit, bei bei dem ein absolutes Lieblingskleid Noa entstanden ist! Und nicht zu vergessen viele Kinderkleidungsstücke, hier allen voran wohl die Draußenkinder von Lotte & Ludwig, mit denen meine Kinder derzeit kuschelwarm angezogen sind. Bei der Fülle an genähten Kleidungsstücken und so vielen "ersten Malen" ist es tatsächlich schwer sich für einen Liebling zu entscheiden...

..und weil ich gerne etwas Neues zeigen möchte, seht ihr nun meine für die Feiertage genähte festliche Hose Juno in Kombination mit einer Bluse Bellah.


Bellah ist ein solide Bluse nach dem Schnittmuster von Prülla und zeichnet sich durch die drei Falten im Schulterbereich aus, wodurch die Bluse besonders schön fällt. Die Bluse lässt sich ganz einfach und schnell mit geschlossener Knopfleiste nähen, was ich auch bereits gemacht habe oder eben etwas aufwändiger mit echter Knopfleiste. Dieses Mal durfte es die aufwendigere Variante sein, zumal ich es wichtig fand den gemusterten Stoff durch die Knöpfe zu "durchbrechen".



Noch ein Wort zum Stoff: es handelt sich um einen 100 % Viskosestoff aus der Restekiste von Karstadt und ich war ihm sofort verfallen! Leider war es nur ein mini Rest von 1,10 m auf volle Breite (1,40 m) und ich hatte mir in den Kopf gesetzt eine Bluse daraus zu nähen.


Nachdem ich schon bereit war Zugeständnisse zu machen und erneut eine kurzärmlige Bellah zu nähen, kam mir die rettende Idee, denn eigentlich wünschte ich mir ja lange Ärmel. Ich legte das Schnittteil der Ärmel unterhalb von Vorder-/und Rückteil einfach quer zum Fadenlauf auf den Stoff. Tatsächlich passte es so! Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich Vorder-und Rückteil aufgrund meiner Körpergröße um einiges gekürzt zuschneiden konnte.


Die Hose Juno durfte ich vergangenes Jahr für Julia von Kreativlabor Berlin probenähen und der Schnitt hat es mir wirklich angetan. In dem Sinne ist sie ganz sicher einer der Lieblinge 2018! Durch den einfachen Gummibund hat die Hose fast so etwas wie eine Gelinggarantie und ist obendrein supergemütlich. Trotzdem sieht sie gar nicht nach Jogginghose oder dergleichen aus. Nein durch die seitlichen Eingrifftaschen und die aufgesetzten rückwärtigen Taschen ist es eine vollwärtige Hose. Und Juno kann bei entsprechender Stoffwahl sogar festlich elegant.




Ich habe hier einen superfeinen 100%igen Merino-Schurwollstoff (kbT) verwendet, den ich bei Zuleeg bestellt habe. Schon länger habe ich mit den schönen Stoffen von Zuleeg geliebäugelt, besonders durch Kleidung, die ich bei Sindy von "Mein gewisses Etwas" entdeckt habe.

Seit 1925 produziert die Weberei von Zuleeg im oberfränkischen Helmbrechts Stoffe aus Wolle, Leinen, Baumwolle oder Seide und legt dabei als Mitglied im Bündnis für nachhaltiges Nähen Wert auf Nachhaltigkeit. Der ausgewählte Stoff stammt zum Beispiel aus der Reihe der organicz Stoffe. Mit dem Bestellen ist das dennoch so eine Sache: irgendwie hab ich mir den Stoff nicht so leicht vorgestellt. Von Anfang an war geplant eine Hose daraus zu nähen. Kurz hab ich gezweifelt, aber dann bin ich doch bei meinem ursprünglichen Plan geblieben. Zum Glück! Der Stoff fällt schön weich und warum auch nicht daraus eine Hose nähen? Das ist sogar eine der Nähideen auf der Zuleeg Homepage.




Ich verabschiede mich mit einem Versuch einer best of 9 aus 2018 und den besten Wünschen für ein kreatives Jahr 2019!



Schnittmuster: Hose Juno von Kreativlabor Berlin und Bluse Bellah von Prülla
Stoff: Hose: Schurwolle von Zuleeg, Bluse: 100 % Viskose gefunden bei Karstadt
Verlinkt: me made mittwoch