2020/10/13

Slowfashioncontest von Rabaukowitsch

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Am Sonntag Abend war der Einsendeschluss zum diesjährigen und nunmehr dritten Slowfashioncontest von Rabauowitsch. Als Fan der Rabenschnitte war klar, dass ich teilnehmen werde. Dabei sein ist alles!

Ziel sollte es sein, im Sinne der Nachhaltigkeit ein Outfit - bestehend aus mindestens einem Rabaukowitsch-Schnitt - zu entwerfen und dieses anschließend in einer Collage aus maximal 4 Bildern zu präsentieren. Die genaue Umsetzung blieb jedem Einzelnen überlassen: sei es durch Upcycling verschlissener, aussortierter Kleidung, durch Verwendung fairer Stoffe oder der Verwendung von Stoffresten... 

 

Zudem hat Inga kostenlos ein Logo in Form eines Blatts mit Herz, das "Herzblattlogo", zur Verfügung gestellt. Dieses konnte zusätzlich ins Outfit eingearbeitet werden, z.B in Form einer Applikation, eines Plots, gestickt, gestempelt...


 Da es ein Nachhaltigkeitswettbewerb ist, sollte pro Teilnehmer auch nur ein Outfit eingereicht werden. Es ging ja gerade nicht um die Masse, sondern darum sich Zeit zu nehmen: für Stoffauswahl, genaues Nähen, liebevolle Details, die Fotos.

Ich habe mich entschieden, für meinen Sohn zu nähen. Da er nicht viele Hosen besitzt und aus einigen rausgewachsen ist oder der Stoff für Herbst/Winter zu dünn ist, sollte es in jedem Fall eine neue Pfiffikus geben. Unser liebster Hosenschnitt hat kürzlich erst eine Erweiterung um einen einfachen Hosenreißverschluss und einfache Taschen, sowie eine versteckte seitliche Reißverschlusstasche erhalten, letztere aber erst ab Gr. 116. Ich habe ihm eine Gr. 110 genäht nach der Erweiterung. Der Hosenreißverschluss war bis dahin mein Angstgegner. Mit Hilfe der Herzraben-Facebookgruppe konnte ich den Knoten in meinem Kopf lösen und meine erste Hose mit richtigem Reißverschluss nähen! Um dies zu festigen, sollte ich demnächst unbedingt direkt noch eine hinterher nähen!

 

Die Hose hat eine seitliche Vierecktasche sowie Viereckpotaschen und einfache Eingrifftaschen erhalten. Auf den Herzknopf hat der Bub bestanden. Das Herzblattlogo schmückt die andere Seite. Ich habe es aus verschiedenen Stoffen appliziert.

 

Vielleicht erkennt ihr den Hauptstoff der Hose? Ich habe ihn bereits für die Potzblitz vernäht. Nun ist er vollends aufgebraucht. Auch der Stoff für die Kniebesätze und das Taschenfutter könnte euch bekannt vorkommen, denn einen Teil des Canvas habe ich einst für den Rucksack meines Mannes verwendet. Ursprünglich hatte ich die Kniebesätze bereits mit Abnähern und Paspeln aus einem anderen Stoff vorbereitet, mich aber schließlich doch dagegen entschieden, da die mir zu unruhig erschienen.

Das zweite Kleidungsstück ist eine Drückeberga. Den Schnitt habe ich erst einmal genäht, dabei finde ich ihn grandios! Die Knopfreihe, Zipfelkapuze und die besondere Tasche sind unverkennbar! Und durch die Weite ist die Jacke auch lange tragbar. Hierfür habe ich Bio-Baumwollfleece und Bio-Sweat von Lebenskleidung vernäht. Den Fleece habe ich für ein schon länger geplantes und parallel noch andauerndes Projekt (nämlich die Zip-In-Erweiterung zur Winterwoold, also eine 3 in 1 Jacke) gekauft. Für die Drückeberga ist noch ein Teil des Stoffes abgefallen. Da der Sweat auf der linken Stoffseite herrlich kuschlig ist, habe ich mich, trotz des höheren Schwierigkeitgrades, für die teilgefütterte Variante entschieden. Das heißt, dass lediglich die Kapuze gefüttert ist. Zudem gibt es innen Belege neben dem Reißverschluss. Der Innenstoff ist ein Lillestoff-Sweat, den ich noch als Rest liegen hatte. Auch die Bündchen und die Knöpfe hatte ich zu Hause. Ich habe keine Knopflöcher genäht, sondern Schlaufen aus Jerseystreifen angebracht. Das Anbringen der Knöpfe auf der richtigen Höhe hat unerwartet viel Zeit in Anspruch genommen. Damit der Beleg auf der rechten Jackenhäfte nicht verrutscht (ich wollte von außen keine Naht haben, sodass ein Absteppen ausfiel), habe ich ihn mit Saumvlies befestigt. An der Kapuze habe ich einen Tunnel angebracht, dies ist im Schnitt so eigentlich nicht vorgesehen - hier habe ich mich von Mema alias Unbändig inspirieren lassen. Passend zur schwarz-weißen Kordel hatte ich noch Knöpfe da. 

 

Auch die Jacke sollte mit dem Logo versehen werden, nur wo? Ich fand das Bündchen eine gute Stelle und probierte mich zum ersten Mal am Sticken aus. Nun hoffe ich, dass die Stickerei auch die nächsten Wäschen überlebt!


 Das Outfit wird durch eine Kukka abgerundet. Die Mütze ist übrigens aus einem Rest des Wollstoffes, aus dem ich meinen Dunnerkiel genäht habe. Komischerweise hab ich den gleichen Fehler, den ich schon bei der ersten Kukka gemacht habe, wiederholt. Nach dem Zusammennähen des Außen- und Innenstegs befand sich die offene Kante plötzlich auf der falschen Seite? Ok, also wieder aufgetrennt und nochmal von vorn...an den Steg habe ich ein kleines Ecopell Lederstück aufgenäht, auf welches ich mit Textilkleber das Herzblattlogo, ebenfalls aus einem anderen Ecopell Leder aufgeklebt habe.

Aus den Bildern diejenigen für die Collage auszuwählen, war sehr hart. Ich habe drei Collagen gebastelt und aus denen dann dies eine ausgewählt:

 

Seit gestern und nur diese Woche gibt es in der Rabaukowitsch-Facebook-Gruppe übrigens ein Publikumsvoting. Es lohnt sich unbedingt vorbeizuschauen! Also nehmt euch die Zeit und klickt euch durchs komplette Album und verteilt fleißig Herzchen oder Daumen.



Bis bald!

 

Schnittmuster: 

  • Hose: Pfiffikus von Rabaukowitsch
  • Jacke: Drückeberga von Rabaukowitsch
  • Mütze: Kukka von Rabaukowitsch

Stoff:

  • Hose: Grasleinen Ramie Bastfaser natur in dunkelgrau, Besätze aus Canvas
  • Jacke: Bio-Baumwollfleece und Bio-Sweat von Lebenskleidung, Kaupuzenfutter: Sweat von Lillestoff
  • Kukka: Wollwebstoff-Rest, einst beim StoffmarktHolland gekauft

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2020/10/07

Herbstzeit

BY kleineSchneiderin IN , , , , , , 5 comments

Ich mag den Herbst mit seinen bunten Farben, die goldenen Herbsttage mit noch angenehmen Temperaturen, das Rauschen der Blätter im Wind, Drachen steigen lassen (wobei wir da noch üben müssen...), die drolligen Eichhörnchen beobachten. Selbst verregnete Herbsttage, an denen man es sich drinnen gemütlich macht, gehören für mich dazu.  


Zum Einkuscheln ist auch der Cardigan, den ich mir genäht habe. Es handelt sich um den Carrie Cardigan, den ich bei Nähconnection mit der deutschen Anleitung gekauft habe. Der gemütliche Cardigan mit den weiten Ärmeln (diese Form der Ärmel wird als Dolmanärmel bezeichnet) und offener Front, fällt lässig und ist schnell übergeworfen.


Er ist auch schnell und unkompliziert genäht. Ich habe den kurzen Cardigan mit langen Ärmeln genäht. 

Dazu bzw. eigentlich schon davor entstand ein weiterer Rock Greta, dem ich verfallen bin, mit Zierknopfleiste und seitlichen Eingrifftaschen. 

Zu Greta passt perfekt Astrid, ebenfalls ein Schnittmuster von Yvonne alias Henriette Herzblut. Ein Top mit Brustabnähern und der Option einer Teilung sowie halber Knopfleiste und aufgesetzter Tasche. Außerdem enthält der Schnitt Flügelärmel. Mit diesen habe ich auch geliebäugelt, da sie im Grunde gut zu dem leichten Viskosestoff mit den Pünktchen von Atelier Brunette gepasst hätten. Zugeschnitten waren die Ärmel auch schon, aber manchmal sind Pläne dazu da über den Haufen geworfen zu werden. Im Herbst /Winter wird es nicht genug Gelegenheiten geben, das Oberteil auszuführen. So hab ich es ganz einfach gehalten, damit ich es nun als Unterhemd tragen kann... 



Das Set habe ich übrigens schon Ende August / Anfang September genäht, aber im Sinne der Entschleunigung habe ich mich entschieden, es erst heute zum MMM zu zeigen. 

Da werde ich jetzt auch mal stöbern gehen... 

Bis bald! 


Schnittmuster: 

  • Rock Greta von Henriette Herzblut
  • Top Astrid von Henriette Herzblut
  • Cardigan Carrie von Delia Creates über Nähconnection 

Stoff:

  • Rock Webware
  • Top: Viskose Atelier Brunette
  • Cardigan: 

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2020/09/21

Miteinander statt gegeneinander

BY kleineSchneiderin No comments

...unter diesem Leitgedanken steht ein Gemeinschaftsprojekt von 24 Schnittmusterdesignern: "die Ebookmacher". 

In der Facebook-Gruppe gibt es wiederkehrende Aktionen wie z.B. "Näh-meinen-Schnitt", in der die Designer ein Ebook der Kollegen nähen und vorstellen, beim "Sonntagsding" wird gefachsimpelt über die Reinigung von Nähmaschinen, wie man Ordnung im Nähzimmer halten kann oder es gibt einen Austausch, wie man die Privatsphäre der Kinder im Netz schützen kann. Derzeit gibt es einen Nähcontest, an dem jeder teilnehmen kann, dessen Werk auf einem oder mehreren Schnittmustern, die aus der Feder einer der Designer der Ebookmacher stammen, beruht.

Da mach ich mit, dachte ich mir und nähte meiner Tochter ein Set aus dem Ganzjahresliebling von Lemel und einer Jill von meine Herzenswelt, beides in Größe 134.

 
Den Ganzjahresliebling habe ich in Blusenlänge (hier die Long-Version) mit niedriger Taille genäht und diese nochmals um 4 cm verlängert, da der Stoff dies hergab und ich von diesem Restschatz Hanfjersey nichts wegwerfen wollte. Bei den Ärmeln hat man wirklich die Qual der Wahl. Ich hab mich für einen geraden langen Arm mit Gummizug im Saum entschieden.


Der Ausschnitt kann mit Bündchen oder Beleg genäht oder eingefasst werden. Bei der Knopfleiste wird das Einfassen des Halsausschnitts mit einem Einfassstreifen beschrieben und wie ein Beleg genäht wird. Ich habe ein leicht auslaufendes Bündchen angenäht.

Zur Longbluse wollte ich ihr unbedingt noch eine passende Leggings nähen. Geworden ist es eine Jill von meine Herzenswelt. Diese wird eigentlich aus Sweat genäht und ist eher eine lässige Freizeithose mit Taschen und möglicher Teilung an den Knien. Da in der Beschreibung stand, dass die Hose auch aus Baumwolljersey genäht werden kann, wollte ich es versuchen. Ohne Teilung und Taschen, mit Bündchen am Saum und Bauchbund mit Gummizug. 

Wenn ihr nun auch Lust bekommen haben solltet euer Glück zu versuchen, dann solltet ihr euch sputen, denn der Contest läuft nur noch bis zum 26.09.2020 um 18:00 Uhr...
 
Vielleicht wollt ihr aber auch eher ein wenig bei den Ebookmachern stöbern und schauen, wer sich dahinter verbirgt? Ein Besuch auf deren Seite lohnt sich definitiv! 
Bis bald!


Schnittmuster: 

  • Ganzjahresliebling von Lemel design
  •  Jill von meine Herzenswelt

Stoff: 

  • Hose - Bio Jersey Leinenoptik Eukalyptus vom Stoffonkel
  • Kleid - Jersey; Hanfjersey von siebenblau

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2020/09/02

Greta trifft auf Haori

BY kleineSchneiderin 10 comments

Im Urlaub haben wir die sommerlichen Temperaturen vermisst und die genähten Lillelüttchen und Potzblitze mussten im Koffer bleiben. Pünktlich zum Hamburger Schulstart kam dann die Hitzewelle, die uns gut zwei Wochen lang täglich 30 Grad bescherte...genauso plötzlich war von einem auf den anderen Tag gefühlt der Herbst da...das heutige Outfit haben wir vor eineinhalb Wochen, am (vorerst) letzten warmen Tag fotografiert. 


Genäht habe ich den Rock Greta aus einem Viskosestoff von Atelier Brunette "Moonstone", den ich bei Frau Tulpe gekauft habe. Das Reststück hat genau gereicht, außer für die Taschen, was ich aber nicht schlimm finde. Hierfür habe ich einfach einen anderen Stoff verwendet, denn auf die Nahttaschen verzichten wollte ich nicht. Ich habe mich entschieden den Rock ohne Knopfleiste zu nähen, weil Knöpfe bei dem Muster gar nicht zur Geltung kommen würden. So war Greta tatsächlich ganz flott genäht
 
 

 
Nicht ganz so schnell ging das bei der Haori Kimonojacke, obwohl der Schnitt nicht schwierig ist. Vielleicht lag es eher daran, dass ich mich bei den hochsommerlichen Temperaturen nicht recht aufraffen konnte eine Jacke zu nähen? In dieser Zeit stand die Nähmaschine hier eh ungewöhnlich lange still und hat eine kleine Sommerpause eingelegt. Das Projekt Haori ging peu a peu voran. 

Die einzig knifflige Stelle ist das Annähen des Schalkragens. Das wird ziemlich clever gemacht, sodass man keine Naht sieht und die Jacke schließlich sogar als Wendejacke getragen werden könnte.

Die Haori ist oversized geschnitten und für mich mal was ganz Neues. Ich habe die kurze Version genäht. Bei einigen habe ich gesehen, dass sie den Schalkragen halbiert haben, weil sie ihn zu wuchtig fanden. Ich habe mich an die Anleitung gehalten und den Kragen in voller Breite zugeschnitten und mag ihn auch so. Für die Innenseite des Kragens habe ich ebenfalls den Außenstoff verwendet. Auf eine Verstärkung des Kragens habe ich verzichtet, weil ich wollte, dass er locker fällt und nicht zu steif wird. 

Der Außenstoff ist ein weicher Leinenstoff von Wollen Berlin in der Farbe "graphit", den ich nachdem die ursprünglich für eines der Kinder bestellten 75 cm da waren (mehr war in dieser Farbe zu dem Zeitpunkt leider nicht verfügbar), nochmal nachbestellt habe. Der Innenstoff ist ein Popeline von C.Pauli, den ich noch im Schrank liegen hatte. 

Das Shirt ist eine Frau Vinni, die ich schon vor 2 Jahren genäht und hier gezeigt habe. 

Damit bin ich heute mal wieder beim MemadeMittwoch dabei und schon gespannt auf die anderen Spätsommerlichen oder doch schon herbstlichen Nähwerke :-)


Schnittmuster:

 Stoffe:

  • Rock: Viskose "Moonstone" von Atalier Brunette, für die Taschen: Viskose Dobby Night von Atelier Brunette
  • Shirt: Baumwoll-Voile
  • Jacke: Leinen graphite von Wollen Berlin  

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2020/07/13

Rabaukowitsch Somerset x 2

BY kleineSchneiderin IN 1 comment

Auch wenn uns das Wetter momentan leider öfters einen Strich durch die Rechnung macht, möchte ich noch diese beiden Sets aus Lillelüttchen und Potzblitz zeigen. Vielleicht lässt sich der Sommer damit ja anlocken?


Bei dem farbenfrohen Lillelüttchen im Retrodesign aus einem Bonnie und Buttermilk Stoff habe ich für die Rückenpasse einen feinen Cordstoff verwendet und eine Knopfleiste mit Paspel genäht. Meine liebste Lillelüttchen Version, aber auch ein wenig aufwändiger. 


Die passende Potzblitz ist aus dem gleichen Cord von C. Pauli, die Seitenstreifen aus einem Rest-Baumwollstoff von Frau Tulpe, den ich noch zu Hause hatte. Das Einfassen der Kanten mit dem Baumwollschrägband hat super funktioniert und ist, finde ich, einfacher als bei Bündchen (nur empfiehlt sich bei den Kleidversionen kein Baumwollschrägband). 

Falls sich jemand wundert, dass die Bündchen etwas breit erscheinen - das sind sie auch, weil ich diese versehentlich mit zusätzlicher Nahtzugabe (die bei dem Schnitt aber bereits enthalten ist!) zugeschnitten habe...


Das Nähen dieses sportlichen Sommersets hat regelrecht süchtig gemacht und Ingas kreative Nähtruppe hat zusätzlich beflügelt. So ist noch folgendes Set entstanden :


Beide Kleidungsstücke machen nicht nur Spaß zu nähen, sondern sind auch fix fertig und eignen sich sehr gut zur Resteverwertung. Und allein zu überlegen, welche Stoffe harmonieren, macht mir bereits Freude. 



Ein bisschen Bammel hatte ich vor dem Rundausschnitt, weil der Halsausschnitt hier mit Streifenversäuberungsbündchen genäht wird, damit keine Naht zu sehen ist. Das Bündchen dehnt sich dabei auch ziemlich, sodass es kürzer zuzuschneiden ist als das "normale" Bündchen, welches als solches angenäht wird . 
Den unteren Teil vom Rücken habe ich zur Abwechslung Mal gekreuselt an die Passe genäht. 


Auch diese Potzblitz habe ich bewusst wieder schlicht gehalten, sodass sie eigentlich zu allem passt. Bei den Oberteilen kann man dann widerum auf wilde Muster setzen :-) 


Schnittmuster: Potzblitz + Lillelüttchen von Rabaukowitsch

Stoffe: 
> Set 1: Bonnie und Buttermilk Lillelüttchen und C. Pauli Cord

> Set 2: Jersey von Stoff+Stil und Cord aus dem örtlichen Stoffladen, Seitenstreifen der Hose aus einem Wollstoff von Zuleeg mit Fischgrätmuster

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2020/06/30

zwei Streifen-Lillelüttchen

BY kleineSchneiderin IN , , , , No comments

Das Lillelüttchen gibt`s nicht nur als Tankop, sondern auch als Kleidversion, bei der das verkürzt zugeschnittene Lillelüttchen-Oberteil durch ein doppellagiges Bündchen mit dem Rockteil verbunden wird ...
Im Probenähen habe ich dieses grün-blau-braune Ringelkleid genäht.


Beim Kleid sollte auch für den  Rockteil im Hauptstoff Jersey verwendet werden, damit alles passt.


 Beim doppellagige Bauchbündchen habe ich Ösen angebracht und eine Kordel durchgezogen. Nötig ist das an sich nicht, aber ein schönes Detail.


Für die Rückenpasse und die Seitenstreifen beim Rockteil habe ich Cordstoff verwendet.


Beim Zusammennähen von Passe und unterem Rückenteil habe ich eine Paspel zwischen den Lagen mit eingenäht.


An die Arm- und Halsausschnitte habe ich normales Bündchen genäht und dieses dann nochmal von rechts auf dem Jersey knappkantig abgesteppt. Aus dem Bündchenstoff ist auch die Einfassung an den Rockkanten. Das war ein bisschen knifflig, weil der Bündchenstoff recht dick ist. Hier also besser auf dünneres Bündchen zurückgreifen!


Nach dem Probenähen habe ich direkt noch ein weiteres Lüttchen-Kleid genäht, dass mir als spontane Eingebung in den Sinn kam. Ich konnte gar nicht anders, sondern musste es einfach unbedingt umsetzen.


Ich habe meine Stoffreste angeschaut und da fiel mir besonders der rot-weiße Streifenjersey ins Auge...das sollte doch noch für die Kleidversion ausreichen...kombiniert mit dem blau/grauen Ramiestoff und blauen Bündchen gibt das eine schöne maritime Note.


Hier habe ich auch die kleine aufgesetzte Tasche auf das Oberteil genäht und mit einem Knopf verziert. Eine kleine selbstgebastelte Schleife kam auf der anderen Seite unterhalb des Halsausschnitts hinzu, die ich von Hand angenäht habe. Die hat allerdings nicht lange überlebt. Meine Tochter ist irgendwo hängen geblieben und dabei ist sie abgerissen.






Die Kanten des Rockteils sind hier ebenfalls mit - diesmal dünnerem - Bündchenstoff eingefasst.

Nun hoffe ich, dass es diesen Sommer noch genug Gelegenheiten geben wird die Lillelüttchen-Kleider zu tragen. Wobei meine Tochter die Kleider zur Not mit Strickjacke und Leggings auch bei kühlerem Wetter tragen können wird.


Bis bald!


*das Schnittmuster wurde mir im Rahmen des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt

Schnittmuster: Lillelüttchen von Rabaukowitsch*

Stoff:
  • Kleid 1: Streifenjersey aus dem örtlichen Stoffladen + Cord
  • Kleid 2: Bio Streifenjersey vom Stoffonkel + Grasleinen-Ramie

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2020/06/25

Ein alter Hut? Frau Julie und Maja

BY kleineSchneiderin IN , , , , , , 1 comment

Ein alter Hut? ist die eingangs gestellte Frage...
Mag sein, aber warum auch nicht. Ich habe eben Lieblingsschnittmuster, die ich gerne immer wieder nähe. Dazu gehört definitiv Frau Julie von Studio Schnittreif.


Frau Julie ist ein schnell genähtes Sommerkleid mit überschnittenen Schultern aus Jersey. Ergänzt habe ich es dieses Mal mit einem Jerseyband, welches ich als Gürtel umgebunden habe.
Die Bilder sind, man ahnt es vielleicht, noch vor den ganz heißen Tagen entstanden.


Für kühlere Tage oder Abende habe ich mir noch eine Strickjacke Maja nach dem Schnittmuster von Kreativlabor Berlin dazu genäht. Auf Taschen, die der Schnitt optional vorsieht, habe ich allerdings verzichtet. Der schwarze Stoff hat mich zunächst sehr begeistert: ein Struktursweat von Swafing, soch leider ist der sehr empfindlich und zieht schnell Fäden, wenn man nicht aufpasst. Waschen geht auch nur mit Handwäsche. Da würde ich beim nächsten Mal wohl nach einem anderen Stoff greifen...


Schnittmuster:
  • Kleid "Frau Julie" von Studio Schnittreif 
  • Strickjacke "Maja" von Kreativlabor Berlin
Stoff:
  • Streifen-Jersey von Karstadt, 
  • Struktur-Sweat "Andreas" von Swafing
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