2020/10/26

3 in 1 Zip in Jacke

BY kleineSchneiderin IN , , , No comments

Bereits während des Slowfashioncontests habe ich parallel am Projekt 3 in 1 Jace gewerkelt. Es handelt sich um die Zip-In-Jackenerweiterung von Rabaukowitsch. Als Grundschnitt habe ich die Winterwoold in Größe 134 genäht. Den Schnitt habe ich letztes Jahr schon einmal aus Softshell, gefüttert mit Baumwollfleece, genäht (siehe hier), quasi die Jacke für wirklich kaltes Wetter, welche auch jetzt noch passt. 

Tatsächlich fehlte hier aber eine Jacke für den Übergang, für mildere Temperaturen. Die leicht gefütterte Softshell-Jumi von vor 1,5 Jahren (siehe hier) sitzt inzwischen vor allem an den Armen knapp. Zudem lockte mich die Herausforderung...und natürlich die Aussicht auf eine fast Ganzjahresjacke durch die Option des Einzippens der Zip-In-Jacke.

Für die Außenjacke habe ich aufgrund meiner guten Erfahrungen meines Dunnerkiels einen Dry Oilskin verwendet. Der Futterstoff ist übrigens exakt der gleiche, wie der meines Dunnerkiels, nur von der anderen Seite vernäht. Die Zip-In-Jacke ist aus einem Bio Baumwollfleece.



Dieses Mal habe ich die Jacke mit aufgesetzten Taschen, anstatt von seitlichen Eingrifftaschen sowie mit einem innerem (statt äußerem) Windfang genäht.

 

Außerdem habe ich mich an dem Tunnel im unteren Saumbeleg versucht, in den für eine mögliche Größenverstellung in der Weite eine elastische Kordel eingezogen wird. An dieser Stelle bin ich fast verzweifelt, habe aber in der Raben-Facebookgruppe ganz tolle Hilfe erhalten.

Eine weitere Hürde waren die Zip-In-Belege: der Reißverschluss der Zip-In Jacke und der weitere Reißverschluss in der Hauptjacke, der unter dem Beleg verschwindet und in welchen die Zip In reingezippt wird, müssen die gleiche Länge haben bzw. ggf. auf die gleiche Länge gekürzt werden. Die Belege werden vor dem ZUsammennähen und Verstürzen von Außen- und Futterjacke zwischen die Lagen gesteckt.

Die Zip-In-Jacke wollte ich statt einer Kapuze nur mit einem Kragen versehen. 

An der Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass die Erweiterung "Rinjezippt" für die Zip-In-Jacke kein eigenes Schnittmuster als solches beinhaltet. In der Anleitung ist beschrieben, dass quasi der gleiche Jackenschnitt wie die Außenjacke verwendet wird - und wie dieser zum einen etwa eine Größe kürzer und in der Weite schmaler zugeschnitten wird. 

Hier habe ich offenbar zunächst vermasselt, den Kragen ebenfalls etwas schmaler zuzuschneiden. Da mir der Fehler aber erst nach dem Zusammenähen der Zip-In Jacke und dem Einfassen mit Schrägband aufgefallen ist, habe ich das Schrägband an dieser Stelle und den Kragen nochmals abgetrennt. Vermutlich hätte ich noch etwas mehr an Weite wegnehmen sollen als die jeweils 3 cm pro Seite, denn wenn die Jacken ineinanderliegen, wellt sich der Kragen noch immer leicht, aber immerhin längst nicht mehr so sehr, wie zuvor.


 Der Vollständigkeit halber zeige ich noch die dazu genähte Pfiffikus aus Cord, nach der aktuellen Reißverschluss-Erweiterung und mit den einfachen Eingrifftaschen. Dazu habe ich eine Merry ohne Teilung und ohne Rüschen genäht.



 

 

Schnittmuster:

  • Jacke: Winterwoold mit Zip In Erweiterung von Rabaukowitsch 
  • Hose: Pfiffikus von Rabaukowitsch mit Reißverschluss-Erweiterung
  • Oberteil: Rüschenshirt Merry von Kullaloo

Stoffe:

  • Jacke: außen- Dry Oilskin von Merchant and Mills, innen- Wollstoff von Zuleeg
  • Hose: Cord
  • Shirt: Viskosejersey von Karstadt

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2020/10/13

Slowfashioncontest von Rabaukowitsch

BY kleineSchneiderin IN , , , 1 comment

Am Sonntag Abend war der Einsendeschluss zum diesjährigen und nunmehr dritten Slowfashioncontest von Rabauowitsch. Als Fan der Rabenschnitte war klar, dass ich teilnehmen werde. Dabei sein ist alles!

Ziel sollte es sein, im Sinne der Nachhaltigkeit ein Outfit - bestehend aus mindestens einem Rabaukowitsch-Schnitt - zu entwerfen und dieses anschließend in einer Collage aus maximal 4 Bildern zu präsentieren. Die genaue Umsetzung blieb jedem Einzelnen überlassen: sei es durch Upcycling verschlissener, aussortierter Kleidung, durch Verwendung fairer Stoffe oder der Verwendung von Stoffresten... 

 

Zudem hat Inga kostenlos ein Logo in Form eines Blatts mit Herz, das "Herzblattlogo", zur Verfügung gestellt. Dieses konnte zusätzlich ins Outfit eingearbeitet werden, z.B in Form einer Applikation, eines Plots, gestickt, gestempelt...


 Da es ein Nachhaltigkeitswettbewerb ist, sollte pro Teilnehmer auch nur ein Outfit eingereicht werden. Es ging ja gerade nicht um die Masse, sondern darum sich Zeit zu nehmen: für Stoffauswahl, genaues Nähen, liebevolle Details, die Fotos.

Ich habe mich entschieden, für meinen Sohn zu nähen. Da er nicht viele Hosen besitzt und aus einigen rausgewachsen ist oder der Stoff für Herbst/Winter zu dünn ist, sollte es in jedem Fall eine neue Pfiffikus geben. Unser liebster Hosenschnitt hat kürzlich erst eine Erweiterung um einen einfachen Hosenreißverschluss und einfache Taschen, sowie eine versteckte seitliche Reißverschlusstasche erhalten, letztere aber erst ab Gr. 116. Ich habe ihm eine Gr. 110 genäht nach der Erweiterung. Der Hosenreißverschluss war bis dahin mein Angstgegner. Mit Hilfe der Herzraben-Facebookgruppe konnte ich den Knoten in meinem Kopf lösen und meine erste Hose mit richtigem Reißverschluss nähen! Um dies zu festigen, sollte ich demnächst unbedingt direkt noch eine hinterher nähen!

 

Die Hose hat eine seitliche Vierecktasche sowie Viereckpotaschen und einfache Eingrifftaschen erhalten. Auf den Herzknopf hat der Bub bestanden. Das Herzblattlogo schmückt die andere Seite. Ich habe es aus verschiedenen Stoffen appliziert.

 

Vielleicht erkennt ihr den Hauptstoff der Hose? Ich habe ihn bereits für die Potzblitz vernäht. Nun ist er vollends aufgebraucht. Auch der Stoff für die Kniebesätze und das Taschenfutter könnte euch bekannt vorkommen, denn einen Teil des Canvas habe ich einst für den Rucksack meines Mannes verwendet. Ursprünglich hatte ich die Kniebesätze bereits mit Abnähern und Paspeln aus einem anderen Stoff vorbereitet, mich aber schließlich doch dagegen entschieden, da die mir zu unruhig erschienen.

Das zweite Kleidungsstück ist eine Drückeberga. Den Schnitt habe ich erst einmal genäht, dabei finde ich ihn grandios! Die Knopfreihe, Zipfelkapuze und die besondere Tasche sind unverkennbar! Und durch die Weite ist die Jacke auch lange tragbar. Hierfür habe ich Bio-Baumwollfleece und Bio-Sweat von Lebenskleidung vernäht. Den Fleece habe ich für ein schon länger geplantes und parallel noch andauerndes Projekt (nämlich die Zip-In-Erweiterung zur Winterwoold, also eine 3 in 1 Jacke) gekauft. Für die Drückeberga ist noch ein Teil des Stoffes abgefallen. Da der Sweat auf der linken Stoffseite herrlich kuschlig ist, habe ich mich, trotz des höheren Schwierigkeitgrades, für die teilgefütterte Variante entschieden. Das heißt, dass lediglich die Kapuze gefüttert ist. Zudem gibt es innen Belege neben dem Reißverschluss. Der Innenstoff ist ein Lillestoff-Sweat, den ich noch als Rest liegen hatte. Auch die Bündchen und die Knöpfe hatte ich zu Hause. Ich habe keine Knopflöcher genäht, sondern Schlaufen aus Jerseystreifen angebracht. Das Anbringen der Knöpfe auf der richtigen Höhe hat unerwartet viel Zeit in Anspruch genommen. Damit der Beleg auf der rechten Jackenhäfte nicht verrutscht (ich wollte von außen keine Naht haben, sodass ein Absteppen ausfiel), habe ich ihn mit Saumvlies befestigt. An der Kapuze habe ich einen Tunnel angebracht, dies ist im Schnitt so eigentlich nicht vorgesehen - hier habe ich mich von Mema alias Unbändig inspirieren lassen. Passend zur schwarz-weißen Kordel hatte ich noch Knöpfe da. 

 

Auch die Jacke sollte mit dem Logo versehen werden, nur wo? Ich fand das Bündchen eine gute Stelle und probierte mich zum ersten Mal am Sticken aus. Nun hoffe ich, dass die Stickerei auch die nächsten Wäschen überlebt!


 Das Outfit wird durch eine Kukka abgerundet. Die Mütze ist übrigens aus einem Rest des Wollstoffes, aus dem ich meinen Dunnerkiel genäht habe. Komischerweise hab ich den gleichen Fehler, den ich schon bei der ersten Kukka gemacht habe, wiederholt. Nach dem Zusammennähen des Außen- und Innenstegs befand sich die offene Kante plötzlich auf der falschen Seite? Ok, also wieder aufgetrennt und nochmal von vorn...an den Steg habe ich ein kleines Ecopell Lederstück aufgenäht, auf welches ich mit Textilkleber das Herzblattlogo, ebenfalls aus einem anderen Ecopell Leder aufgeklebt habe.

Aus den Bildern diejenigen für die Collage auszuwählen, war sehr hart. Ich habe drei Collagen gebastelt und aus denen dann dies eine ausgewählt:

 

Seit gestern und nur diese Woche gibt es in der Rabaukowitsch-Facebook-Gruppe übrigens ein Publikumsvoting. Es lohnt sich unbedingt vorbeizuschauen! Also nehmt euch die Zeit und klickt euch durchs komplette Album und verteilt fleißig Herzchen oder Daumen.



Bis bald!

 

Schnittmuster: 

  • Hose: Pfiffikus von Rabaukowitsch
  • Jacke: Drückeberga von Rabaukowitsch
  • Mütze: Kukka von Rabaukowitsch

Stoff:

  • Hose: Grasleinen Ramie Bastfaser natur in dunkelgrau, Besätze aus Canvas
  • Jacke: Bio-Baumwollfleece und Bio-Sweat von Lebenskleidung, Kaupuzenfutter: Sweat von Lillestoff
  • Kukka: Wollwebstoff-Rest, einst beim StoffmarktHolland gekauft

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2020/10/07

Herbstzeit

BY kleineSchneiderin IN , , , , , , 5 comments

Ich mag den Herbst mit seinen bunten Farben, die goldenen Herbsttage mit noch angenehmen Temperaturen, das Rauschen der Blätter im Wind, Drachen steigen lassen (wobei wir da noch üben müssen...), die drolligen Eichhörnchen beobachten. Selbst verregnete Herbsttage, an denen man es sich drinnen gemütlich macht, gehören für mich dazu.  


Zum Einkuscheln ist auch der Cardigan, den ich mir genäht habe. Es handelt sich um den Carrie Cardigan, den ich bei Nähconnection mit der deutschen Anleitung gekauft habe. Der gemütliche Cardigan mit den weiten Ärmeln (diese Form der Ärmel wird als Dolmanärmel bezeichnet) und offener Front, fällt lässig und ist schnell übergeworfen.


Er ist auch schnell und unkompliziert genäht. Ich habe den kurzen Cardigan mit langen Ärmeln genäht. 

Dazu bzw. eigentlich schon davor entstand ein weiterer Rock Greta, dem ich verfallen bin, mit Zierknopfleiste und seitlichen Eingrifftaschen. 

Zu Greta passt perfekt Astrid, ebenfalls ein Schnittmuster von Yvonne alias Henriette Herzblut. Ein Top mit Brustabnähern und der Option einer Teilung sowie halber Knopfleiste und aufgesetzter Tasche. Außerdem enthält der Schnitt Flügelärmel. Mit diesen habe ich auch geliebäugelt, da sie im Grunde gut zu dem leichten Viskosestoff mit den Pünktchen von Atelier Brunette gepasst hätten. Zugeschnitten waren die Ärmel auch schon, aber manchmal sind Pläne dazu da über den Haufen geworfen zu werden. Im Herbst /Winter wird es nicht genug Gelegenheiten geben, das Oberteil auszuführen. So hab ich es ganz einfach gehalten, damit ich es nun als Unterhemd tragen kann... 



Das Set habe ich übrigens schon Ende August / Anfang September genäht, aber im Sinne der Entschleunigung habe ich mich entschieden, es erst heute zum MMM zu zeigen. 

Da werde ich jetzt auch mal stöbern gehen... 

Bis bald! 


Schnittmuster: 

  • Rock Greta von Henriette Herzblut
  • Top Astrid von Henriette Herzblut
  • Cardigan Carrie von Delia Creates über Nähconnection 

Stoff:

  • Rock Webware
  • Top: Viskose Atelier Brunette
  • Cardigan: 

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